Erstmals Frachtmaschine von Süd- nach Nordkorea geflogen
Aktualisiert

Erstmals Frachtmaschine von Süd- nach Nordkorea geflogen

Zur Lieferung von Hilfsgütern für die Opfer der jüngsten Zugkatastrophe hat erstmals ein südkoreanisches Frachtflugzeug die Grenze nach Nordkorea überquert.

Der Jumbo-Jet landete am Freitag mit Hilfsgütern im Wert von 470.000 Dollar (rund 400.000 Euro) in Pjöngjang, wie das südkoreanische Vereinigungsministerium mitteilte. Weitere Nahrungsmittel und dringend benötigtes Material im Wert von 25 Millionen Dollar sollen von kommender Woche an den Unglücksort in Ryongchon verschifft werden.

Nach der Zugkatastrophe vom 22. April reagierte Seoul rasch auf nordkoreanische Hilfsanfragen. Pjöngjang lehnte es aber ab, Lastwagen die stark gesicherte bilaterale Grenze passieren zu lassen. Passagierflugzeuge aus Südkorea durften in der Vergangenheit hin und wieder in den kommunistischen Norden fliegen, die Maschine am Freitag war allerdings das erste Frachtflugzeug.

Bei der Explosion am Donnerstag vergangener Woche wurden nach nordkoreanischen Angaben Schäden von umgerechnet rund 300 Millionen Euro angerichtet. 161 Menschen kamen ums Leben, darunter 76 Kinder, deren Schule völlig zerstört wurde. Von den 1.300 Verletzten trugen nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA viele Verbrennungen davon, andere wurden blind oder taub. (dapd)

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