Basel: Erstmals Gesetz gegen Killerspiele
Aktualisiert

BaselErstmals Gesetz gegen Killerspiele

Die beiden Basel haben als erste Kantone ein neues Gesetz für den Schutz von Jugendlichen bei Computergames und Filmen ausgearbeitet. Die anderen Kantone sollen nachziehen.

von
Fabian Pöpelt

Bereits Mitte November wird auf Bundesebene beraten. Läuft alles nach Plan, wird im Laufe des nächsten Jahres eine nationale Filmkommission die Altersfreigaben für alle Kantone der Schweiz verbindlich festlegen.

Das Basler Gesetz reagiert auf mediale Gewaltdarstellungen vor allem in Computergames und auf DVDs. Statt wie bisher nur für Kinos gelten fortan auch verbindliche Altersgrenzen für diese Medien. Zwar gibts auch dafür bereits Bewertungssysteme, den Regierungen reichen diese aber nicht. Darum sind nun Kinos, Detailhandel und Videotheken für die Einhaltung der verschärften Richtlinien verantwortlich.

«Bei Verstössen wird gleich sanktioniert wie beim Alkoholverkauf», so die Baselbieter Sicherheitsdirektorin Sabine Pegoraro. Auf DVDs und Games wird neu mit speziellen Logos auf Gewaltpotenzial oder rassistische Inhalte hingewiesen.

Roland Voser vom MediaMarkt Basel begrüsst den Gesetzesvorschlag, sagt aber: «Wir übernehmen Verantwortung, doch Eltern und Politik müssen sich bewusst sein, dass damit das Problem nicht gelöst ist.»

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