Ukraine leistet Widerstand - Erstmals gibt ranghoher russischer Militär Probleme beim Vormarsch zu

Aktualisiert

Ukraine leistet WiderstandErstmals gibt ranghoher russischer Militär Probleme beim Vormarsch zu

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine dauert bereits mehr als zwei Wochen. Aus Moskau heisst es, dass die ukrainischen Truppen weiter starken Widerstand leisten. Erstmals räumt auch ein ranghoher Militär ein, dass Russland in der Ukraine nicht wie geplant vorankomme.

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Viktor Solotow, Chef der russischen Nationalgarde, räumt ein, dass Russland in der Ukraine nicht so vorankomme wie geplant.

Viktor Solotow, Chef der russischen Nationalgarde, räumt ein, dass Russland in der Ukraine nicht so vorankomme wie geplant.

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Russlands Präsident Wladimir Putin hatte stets behauptet, alles laufe nach Plan – auch zeitlich.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte stets behauptet, alles laufe nach Plan – auch zeitlich.

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Auch Russlands Nationalgarde nimmt an den Kämpfen in der Ukraine teil.

Auch Russlands Nationalgarde nimmt an den Kämpfen in der Ukraine teil.

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Darum gehts

  • Russland meldet, dass ukrainische Truppen in der Region Luhansk weiter starken Widerstand leisten.

  • Die Zahl der seit Kriegsbeginn am 24. Februar zerstörten russischen Militärobjekte soll inzwischen bei rund 4000 liegen – darunter mehr als 1200 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge.

  • Der Chef der russischen Nationalgarde gibt zu, dass Russland nicht so schnell vorankomme wie geplant.

Im Krieg in der Ukraine treffen die pro-russischen Separatisten in der Region Luhansk nach Moskauer Angaben weiter auf starken Widerstand ukrainischer Truppen. Im Nordosten der Grossstadt Sjewjerodonezk liefen Kämpfe gegen «Nationalisten», sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Montag in seinem Morgenbriefing. In der Stadt leben etwa 100’000 Menschen. Die russische Armee drang nach Darstellung von Konaschenkow indes weitere elf Kilometer in der Ostukraine vor.

Die Zahl der seit Kriegsbeginn am 24. Februar zerstörten Militärobjekte liegt demnach inzwischen bei rund 4000 – darunter mehr als 1200 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte seinen Einmarsch in die Ukraine auch damit begründet, dass er das vom Westen mit Waffen ausgerüstete Land «entmilitarisieren» wolle.

Ein Video zeigt ukrainische Angriffe auf russische Panzer.

20min

«Nicht alles läuft so schnell, wie wir es uns wünschen»

Erstmals räumte ein ranghoher Beamter aus Putins Sicherheitsapparat ein, dass Russland nicht so vorankomme wie geplant. Der Kreml-Chef hatte stets behauptet, alles laufe nach Plan – auch zeitlich. Dagegen sagte nun der Chef der russischen Nationalgarde, Viktor Solotow: «Ich möchte sagen, dass, ja, nicht alles so schnell läuft, wie man sich das wünschen würde.» Er sprach davon, dass sich «Nazisten» in der Region hinter friedlichen Bürgern, darunter Frauen und Kinder, in Schulen, Kindergärten und Wohnhäusern verstecken würden.

Zugleich meinte Solotow, dass die russische Armee siegen werde. Er äusserte sich dazu nach einem von Patriarch Kirill gehaltenen Gottesdienst in der Erlöserkathedrale, der Hauptkirche der russisch-orthodoxen Kirche, am Sonntagabend in Moskau. Auch Russlands Nationalgarde nimmt an den Kämpfen in der Ukraine teil. 

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(DPA/job)

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