Erstmals mehr Abfall verwertet als verbrannt

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Erstmals mehr Abfall verwertet als verbrannt

Der Anteil des verwerteten Abfalls hat 2005 erstmals jenen des verbrannten überstiegen. Von den 4,94 Millionen Tonnen angefallenen Siedlungsabfällen wurden 51 Prozent oder 2,5 Millionen Tonnen verwertet, der Rest wurde verbrannt.

Der Anteil des verwerteten Siedlungsabfalls könnte noch gesteigert werden, wenn die Sammellogistik beispielsweise bei Papier, Metallen oder biogenen Abfällen verbessert würde, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Donnerstag in einem Communiqué schreibt.

Die Menge des verbrannten Abfalls- neben Siedlungsabfällen auch Bauabfälle und Klärschlamm - stieg durch eine grössere importierte Abfallmenge um 5 Prozent auf rund 3,32 Millionen Tonnen. Der Anstieg des Imports um 180 000 auf 260 000 Tonnen sei primär auf das Ablagerungsverbot für brennbare Abfälle zurückzuführen, das im Juni 2005 in Deutschland eingeführt wurde.

Gemäss BAFU seien die Abfallimporte ökonomisch und ökologisch sinnvoll, da dadurch die Auslastung von Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) verbessert werde. Zudem werde die umweltbelastende Deponierung von brennbaren Abfällen im Ausland vermieden.

Weil im Ausland eigene Verbrennungsanlagen gebaut werden, werden die aktuellen Importe in Zukunft zurückgehen, schreibt das BAFU weiter. Trotz der aktuell hohen Auslastung der Schweizer KVA sei deshalb der Bau von weiteren Anlagen nicht nötig. Die Gesamtkapazität sei mit 3,37 Millionen Tonnen im Jahr 2005 ausreichend gewesen.

(sda)

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