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Erstmals radioaktives Öl in Plasmaanlage verarbeitet

Im Rahmen eines weiteren Probebetriebs ist in der Plasmaanlage im Zentralen Zwischenlager Würenlingen (Zwilag) erstmals erfolgreich leicht radioaktives Öl verarbeitet worden. Der Testbetrieb hat gezeigt, dass weitere betriebliche Effizienzverbesserungen notwendig sind.

In den vergangenen Wochen sind mit der Plasmaanlage weitere 92 Fässer mit leicht radioaktiven Abfällen eingeschmolzen worden. Zusätzlich wurden erstmals rund tausend Liter leicht radioaktive Schmier- und Schleiföle aus dem Betrieb von Kernkraftwerken erfolgreich verarbeitet. Die nach der Testkampagne im vergangenen Herbst notwendig gewordenen Reparaturarbeiten am Ofendeckel hätten sich bewährt, schreibt die Zwilag.

Mit dem Probebetrieb habe die grundsätzliche Eignung der Plasmaanlage für das Einschmelzen von leicht radioaktiven Abfällen bestätigt werden können. Während der abgelaufenen Testkampagne sei jedoch der Betrieb auf Grund von Staubablagerungen vor dem Abhitzekessel der Rauchgasreinigungsanlage einmal unterbrochen worden. Deshalb würden in den nächsten Wochen noch zusätzliche betriebliche Massnahmen eingeleitet, um die Produktivität der Anlage zu erhöhen. Der nächste Testbetrieb ist gegen Ende Jahr geplant.

Insgesamt wurden mit der Plasmaanlage bis heute 480 Fässer eingeschmolzen und zu 83 lagerfähigen Gebinden reduziert. Mit dem im März 2000 vom Bundesrat bewilligten Hochleistungs-Plasmabrenner werden leicht radioaktive Abfälle bei einigen tausend Grad Hitze thermisch zersetzt und eingeschmolzen. Mit diesem Verfahren wird ein chemisch resistenter, schwer auslaugbarer, glasartiger Abfallkörper hergestellt, der für die Lagerung in geologischen Formationen über gute Eigenschaften verfügen soll. (dapd)

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