Erstmals seit 1990 weniger als 60 000 Asylgesuche

Aktualisiert

Erstmals seit 1990 weniger als 60 000 Asylgesuche

Die Zahl der Asylsuchenden ist auch im vergangenen Monat weiter gesunken. Seit 1990 sank der Stand damit erstmals unter 60 000.

Ende August lebten in der Schweiz 59 148 Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene. Im Vergleich zum August 2003 ging die Zahl der Asylsuchenden und vorläufig Aufgenommenen im vergangenen Monat um 5603 Personen oder 8,7 Prozent zurück, wie das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) am Freitag mitteilte.

Seit April dieses Jahres liegt zudem die Zahl der Abgänge höher als jene der Asylgesuche. Im August standen 1778 Abgängen deren 1012 eingegangene Asylgesuche gegenüber.

Gegenüber dem Juli ging die Zahl der Asylgesuche im vergangenen Monat um 11,8 Prozent von 1148 auf 1012 zurück, wie das BFF weiter schreibt. In den ersten acht Monaten dieses Jahres stellten insgesamt 10 568 Menschen ein Asylgesuch, 24,6 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die meisten - nämlich 111 - neue Asylgesuche wurden im August von Menschen aus Serbien und Montenegro gestellt. Gleichzeitig nahm die Zahl der Asylbewerber aus diesem Land gegenüber dem Vormonat aber um 19 Prozent ab.

Mit 88 am zweitmeisten Asylgesuche stellten im August Menschen aus der Türkei. Stark abgenommen haben im vergangenen Monat die Gesuche von Personen aus Georgien und Somalia.

(sda)

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