Geschichtsträchtige Nominierungen: Zwei Frauen haben die Chance auf den Regie-Oscar – das gabs noch nie
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Geschichtsträchtige NominierungenZwei Frauen haben die Chance auf den Regie-Oscar – das gabs noch nie

«Mank» dominiert mit zehn Nominierungen die diesjährigen Oscars. So divers wie dieses Jahr waren die Nominierten zudem wohl noch nie.

von
Stephanie Vinzens
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Regisseurin Chloé Zhao (38) schreibt Geschichte: Als erste Woman of Colour überhaupt wurde die Chinesin dieses Jahr für einen Oscar in der wichtigen Kategorie «Best Director» nominiert. Ihr Film «Nomadland» könnte zudem in der Königsdisziplin «Best Picture» abräumen.

Regisseurin Chloé Zhao (38) schreibt Geschichte: Als erste Woman of Colour überhaupt wurde die Chinesin dieses Jahr für einen Oscar in der wichtigen Kategorie «Best Director» nominiert. Ihr Film «Nomadland» könnte zudem in der Königsdisziplin «Best Picture» abräumen.

AFP
Das sechsfach nominierte Drama erzählt die Geschichte einer Frau, die nach einem wirtschaftlichen Zusammenbruch in ihrem Dorf beschliesst, mit einem Van das Nomadinnen-Leben ausserhalb der konventionellen Gesellschaft zu erkunden.

Das sechsfach nominierte Drama erzählt die Geschichte einer Frau, die nach einem wirtschaftlichen Zusammenbruch in ihrem Dorf beschliesst, mit einem Van das Nomadinnen-Leben ausserhalb der konventionellen Gesellschaft zu erkunden.

Searchlight Pictures
Die Britin Emerald Fennell (35) könnte dieses Jahr ebenfalls als beste Regisseurin ausgezeichnet werden. Auch das ist historisch: Noch nie zuvor waren zwei Frauen gleichzeitig in dieser Kategorie nominiert.

Die Britin Emerald Fennell (35) könnte dieses Jahr ebenfalls als beste Regisseurin ausgezeichnet werden. Auch das ist historisch: Noch nie zuvor waren zwei Frauen gleichzeitig in dieser Kategorie nominiert.

AFP

Darum gehts

  • Am Montagnachmittag haben Showbiz-Powercouple Priyanka Chopra (38) und Nick Jonas (28) die Nominierten der 93. Oscar-Verleihung verkündet.

  • Die Oscars 2021 finden in der Nacht auf den 26. April (Schweizer Zeit) wie gewohnt in Los Angeles statt.

  • Hier liest du nach, welche Stars und Filmproduktionen 2021 abräumen können.

Dieses Jahr sind mit Chloé Zhao (38, «Nomadland») und Emerald Fennell (35, «Promising Young Woman) erstmals in der 93-jährigen Geschichte der Oscars zwei Frauen in der Kategorie «Best Director» nominiert. Diese war bisher stets eine sehr männliche Disziplin: Seit Kathryn Bigelows (69) Auszeichnung für den Kriegsfilm «The Hurt Locker» in 2010 hat keine Frau mehr den Regie-Oscar mit nach Hause genommen.

Nebst Zhao und Fennell könnten dieses Jahr auch Thomas Vinterberg (51, «Another Round»), David Fincher (58, «Mank») und Lee Isaac Chung (42, «Minari») das Rennen machen. Zhao ist als Chinesin zudem die erste Woman of Colour überhaupt, die eine Nominierung für die beste Regie erhält.

Erstmals sind mit dem US-Koreaner Steven Yeun (37, «Minari») und dem pakistanischstämmigen Briten Riz Ahmed (38, «Sound of Metal») zudem zwei Asiaten gleichzeitig in der Kategorie «Best Actor» nominiert. Yeun ist dabei der erste asiatischstämmige US-Amerikaner überhaupt, der eine Chance auf den begehrten Award bekommt – und Ahmed der erste Moslem.

Der vergangenes Jahr im Alter von 43 Jahren an Krebs verstorbene Chadwick Boseman wurde posthum für seine Leistung als Hauptdarsteller in «Ma Rainey’s Black Bottom» nominiert. Die Schauspiel-Urgesteine Anthony Hopkins (83, «The Father») und Gary Oldman (62, «Mank») könnten zudem ihren zweiten Oscar in dieser Kategorie gewinnen.

Frances McDormand hat ihren dritten Oscar im Visier

Auf einen «Best Actress»-Gewinn hoffen dürfen zudem die Afroamerikanerinnen Andra Day (36, «The United States vs. Billie Holiday») sowie Viola Davis (55, «Ma Rainey’s Black Bottom»), die schon einen Oscar zuhause hat. Auch die Britinnen Vanessa Kirby (32, «Pieces of a Woman») und Carey Mulligan (32, «Promising Young Woman») sowie die zweifache Oscar-Gewinnerin Frances McDormand (63, «Nomadland») haben eine Chance.

Als beste Nebendarstellerinnen nominiert sind zudem: Maria Bakalova (24, «Borat Subsequent Moviefilm»), Glenn Close (73, «Hillbilly Elegy»), Olivia Colman (47, «The Father»), Amanda Seyfried (35, «Mank») und Youn Yuh-jung (73, «Minari»). Und in der männlichen Sparte: Sacha Baron Cohen (49, «The Trial of the Chicago 7»), Daniel Kaluuya (32, «Judas and the Black Messiah»), Leslie Odom Jr. (39, «One Night in Miami»), Paul Raci (72, «Sound of Metal») sowie Lakeith Stanfield (29, «Judas and the Black Messiah»).

«Mank» ist mit Abstand der Favorit

Die Königsdisziplin «Best Picture» wurde im Livestream am Montagmittag (Schweizer Zeit) ganz am Schluss verkündet. Eine Chance auf den begehrten Preis haben die Dramen «Nomadland» und «The Father», der historische Thriller «The Trial of the Chicago 7», das Musikdrama «Sound of Metal», die düstere Thriller-Komödie «Promising Young Woman», die Biografie-Dramen «Mank» und «Judas and the Black Messiah» sowie «Minari», ein Drama über eine koreanische Immigranten-Familie.

Der Film «Mank», der Herman J. Mankiewicz während seiner Entwicklung des Drehbuchs für «Citizen Kane» porträtiert, ist mit zehn Nominierungen der absolute Favorit der diesjährigen Verleihung. Mit jeweils sechs Chancen auf eine Auszeichnung triumphieren auch «Minari», «The Trial of the Chicago 7», «Judas and the Black Messiah», «Sound of Metal», «The Father» sowie «Nomadland». Je fünfmal nominiert sind zudem die Werke «Promising Young Woman» und «Ma Rainey’s Black Bottom».

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