Erstmals wirkte auch die Sonne an der Fasnacht mit
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Erstmals wirkte auch die Sonne an der Fasnacht mit

Bei schönem, frühlingshaftem Wetter haben am Mittwochnachmittag die Basler Fasnächtler und mehrere zehntausend Zuschauer den Umzug durch die Stadt genossen.

Traditionsgemäss endet der Basler Ausnahmezustand am Donnerstagmorgen um vier Uhr. Erstmals an der diesjährigen Fasnacht zeigte sich die Sonne am Mittwochnachmittag. Die Strassenszenerie präsentierte sich deshalb völlig anders als am Montag, als eine eisige Bise die aktiven Fasnächtler und das Strassenpublikum durchschüttelte.

Die Restaurants stellten Tische und Stühle auf die Trottoirs und Strassen und es wurde Bier statt Tee Rum verkauft. In der Sonne leuchteten Kostüme, Larven und Laternen. Die Wagencliquen spendierten grosszügig Blumen, Konfettis, Früchte und Süssigkeiten.

Die diesjährige Fasnacht stand unter dem Motto «Kai Blatt vors Muul». Damit wollte das Fasnachts-Comité die Leistungen der Dichter würdigen. Die AHV-Sanierungspläne von Bundesrat Pascal Couchepin thematisierten viele Cliquen, wobei der Magistrat viel Kritik einstecken musste.

Statistik der aktiven Fasnächtler

Nach Angaben des Fasnachts-Comités beteiligten sich am Umzug 484 Formationen mit schätzungsweise 12 000 Aktiven. Hinzu kommen noch unzählige nicht angemeldete Gruppierungen. Damit die oberste Fasnachtsinstanz einen genaueren Überblick erhält, müssen die Cliquen in diesem Jahr erstmals die Zahl der Mitwirkenden melden.

Der Polizei wurden bis zum Mittwochabend keine schwerwiegenden Vorfälle gemeldet. Am Dienstag wurden zwei Fasnächtler beim Sturz vom Wagen verletzt. Ein Polizeibeamter, der als Fasnächtler unterwegs war, konnte mit Hilfe von Passanten drei Taschendiebe stellen.

Am Mittwochabend zogen alle Cliquen, Guggemusiken und Schnitzelbänggler durch die Stadt. Die Basler Fasnacht endet mit dem Auftauchen der Stadtreinigung, die mit rund 40 grossen Maschinen und einer starken Mannschaft am Donnerstagmorgen um vier Uhr nicht nur Frau Fasnacht, sondern auch die Aktiven vertreibt.

Im nächsten Jahr findet die Fasnacht aussergewöhnlich früh statt, nämlich zwischen dem 14. und 16 Februar.

(sda)

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