Erwachsene prügeln Teenager spitalreif

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Wegen RiesenschwimmringErwachsene prügeln Teenager spitalreif

Unglaubliche Szenen im Freibad von Dübendorf: Im Streit um einen Riesen-Schwimmring schlagen am Sonntag drei Männer auf zwei Jugendliche ein. Ein 14-Jähriger erleidet einen doppelten Schädelbruch.

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Das Freibad Oberdorf in Dübendorf: Hier haben drei erwachsene Männer einen 14-Jährigen spitalreif geschlagen.

Das Freibad Oberdorf in Dübendorf: Hier haben drei erwachsene Männer einen 14-Jährigen spitalreif geschlagen.

Im Dübendorfer Freibad Oberdorf ist am Sonntag ein Streit um einen von der Badi zur Verfügung gestellten Riesen-Schwimmring eskaliert. Drei erwachsene Männer, zwei von ihnen Familienväter, prügelten auf einen 14-Jährigen und seinen 12-jährigen Bruder ein. Der 14-jährige Bub erlitt dabei einen doppelten Schädelbruch. Sein Bruder wurde leicht verletzt. Zwei der Männer (29 und 22) sind in Haft.

«Wir waren am frühen Sonntagabend in der Badi Dübendorf. Mein Sohn befand sich im Wasser auf einem der Schwimmringe, die dort für die Gäste zur Verfügung stehen», sagt die Mutter der beiden Jungen gegenüber dem «Glattaler». Ihr Sohn sei von einem Erwachsenen aufgefordert worden, den Ring auszuhändigen. Als er sich weigerte, habe der Mann angefangen, den Ring zu drehen. Der Bub wurde dabei unter Wasser gedrückt. Daraufhin sei ihr Sohn in Rage geraten. «Er sagte dem Mann, er solle sofort aufhören, sonst werde er ihm die Faust ins Gesicht schlagen.»

Mutter beendet Prügelei

Dann sei der Streit eskaliert und der Erwachsene habe ihrem Sohn mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen. Der Bub habe sich gewehrt und auch einen zweiten Mann beleidigt, der mit dem Schläger in der Badi war. Darauf habe dieser den 14-Jährigen mit Fäusten und Knien ebenfalls attackiert. Dabei seien die Erwachsenen von ihren Kindern mit den Worten «Hopp Papi» angefeuert worden.

Ein weiterer Erwachsener ging auf den Buben los. Der 12-jährige Bruder des Opfers sei dann dazwischengegangen und auch geschlagen worden. Als der 14-Jährige zu Boden ging, haben mehrere Badi-Gäste eingegriffen. «Ich weiss nicht, was ohne ihr Einschreiten noch passiert wäre», sagt die Mutter. Die Prügelei habe aber erst aufgehört, als sie sich selbst dazwischenwarf.

Nach dem Vorfall hätten die drei Männer ihre eigenen Kinder gepackt und seien über den Zaun geflüchtet. Auf dem Badi-Parkplatz hätten sie erfolglos versucht, einer Frau ihre Autoschlüssel zu entwenden und dann ein weiteres Auto zu stehlen. Am Ende konnte die Polizei die Täter verhaften. Die Kantonspolizei Zürich bestätigt, mehrere Personen festgenommen zu haben. Laut der Staatsanwaltschaft See/Oberland wurde gegen zwei der Täter Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Ermittelt wird wegen Raufhandels und Körperverletzung. Der eine von ihnen hat seinen Wohnsitz in der Schweiz, der andere in Deutschland. Die Mutter des Opfers vermutet, dass zwei der drei Täter ursprünglich aus Südosteuropa stammen.

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