Ständerat: Erweiterte Abzüge für Aus- und Weiterbildung
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StänderatErweiterte Abzüge für Aus- und Weiterbildung

Bei den Steuern sollen künftig auch die Kosten für Ausbildungen abgezogen werden können, die zu einem beruflichen Aufstieg oder zu einer beruflichen Neuorientierung befähigen. Dem Ständerat ist dies Steuerausfälle von rund 50 Millionen Franken wert.

Als Gewinnungskosten abziehbar sind heute nur jene Aus- und Weiterbildungskosten, die dem Erhalt des angestammten Berufes dienen. Mit 25 zu 12 Stimmen hiess der Ständerat am Dienstag eine Motion der Wirtschaftskommission (WAK) gut, die eine Erweiterung dieses Abzuges in Bund, Kantonen und Gemeinden verlangt.

Neu will der Ständerat in die Gewinnungskosten bis zu einer betragsmässigen Obergrenze auch Ausbildungen einbeziehen, die dem Berufsaufstieg, der Umschulung, dem Wiedereinstieg oder einem Berufswechsel dienen. Kosten für die Erstausbildung sollen aus finanzpolitischen Überlegungen weiterhin nicht abzugsfähig sein.

Der Bundesrat und eine Kommissionsminderheit opponierten der Motion ohne Erfolg. Ihrer Ansicht nach sind Steuerabzüge ein zweifelhaftes Mittel, um das lebenslange Lernen zu fördern. Das Problem der Weiterbildung müsse in einem grösseren Rahmen und mit andern Instrumenten angegangen werden.

(sda)

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