Aktualisiert 03.05.2006 17:44

Erzbistum verliert vor Gericht: «Popetown» wird ausgestrahlt

Das Landgericht München hat ein Verbot der umstrittenen Zeichentrick-Serie «Popetown» abgelehnt.

Die Sendung sei «zu dumm, um beleidigend zu sein», und gefährde den öffentlichen Frieden daher nicht, entschieden die Richter am Mittwoch und wiesen den Antrag des Erzbistums München auf eine Einstweilige Verfügung ab. Die Ankündigung und Werbung für «Poptown» habe zwar «vielfältige Reaktionen hervorgerufen». Alle Reaktionen seien aber sachlich gewesen, «ohne die Gefahr einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Dimension zu erreichen». Strafbar sei die Beschimpfung eines religiösen Bekenntnisses aber nur, wenn sie geeignet sei, auch den öffentlichen Frieden zu stören. (sda)

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