Karina Berger: «Es bleibt eine Restangst»
Aktualisiert

Karina Berger«Es bleibt eine Restangst»

Bei der Miss-Schweiz-Wahl 2013 gehts um die Wurst. Am 28. April starten die Pre-Shows. Karina Berger hat bereits jetzt schlaflose Nächte.

von
Bettina Bendiner

Das wird lustig: Der erste Trailer zu den Pre-Shows der Miss Schweiz Wahl 2013.

20 Minuten: Jetzt geht es bei der Miss-Wahl in die heisse Phase. Wie geht es dir?

Karina Berger: Ich bin aufgeregt. Wie werden die Leute, Freunde und Sponsoren auf die kommenden Trailers, Opener und die erste Pre-Show vom 28. April 2013 auf Sat.1 reagieren?

Hast du schlaflose Nächte?

Nicht deswegen. Eher wegen der Aufgaben, die noch nicht erledigt sind. Im Moment lebe ich für den 8. Juni, den Tag der Miss-Wahl. Und alles, was hinter mir liegt, ist schon fast nicht mehr relevant.

Wie viel Arbeit ist denn schon erledigt?

Vielleicht 20 Prozent - Thomas meint zwar 50 Prozent (lacht). Da haben wir noch einiges zu tun (lacht). Ich bin froh, wenn in zwei Monaten der Alltag zurückkehrt. Zwei Monate sind eine kurze Zeit. Es ist viel mehr Arbeit als früher. Aber das wussten wir schon im Vorfeld.

Fühlst du dich manchmal überfordert?

An diesen Punkt stosse ich immer wieder. Aber Überforderung resultiert aus den Zielen, die man sich gesetzt hat. Ich musste lernen, manchmal meine Ziele anzupassen. Und meine Erwartungen runterzuschrauben.

Was kommt zu kurz?

Was fehlt, ist die Zeit für die Familie. Die kommt im Moment um einiges zu kurz. Schwierig ist, dass wir beide, Thomas und ich, involviert sind. Wir arbeiten beide lange und viel. Da fehlt der Familien-Esprit. Aber wenn wir zusammen sind, sind wir aktiv. Auch wenn ich manchmal lieber auf der faulen Haut liegen und meiner Tochter aus einem Buch vorlesen würde.

Investierst du zu viel?

Wir wagen den Relaunch. Dazu braucht es viel persönliche Investition. Wüsste ich, dass es ein Erfolg würde, wäre ich beruhigter.

Wieso?

Es bleibt eine Restangst. Dass wir zu sehr mit anderen und grösseren Formaten verglichen werden und daher die Show zu hart kritisiert werden könnte. Das wäre wie eine persönliche Niederlage. Es steckt viel Herz darin.

Denkt ihr schon ans nächste Jahr?

Jetzt wählen wir erstmal die Miss Schweiz 2013. Dann schauen wir weiter.

Worauf hoffst du?

Auf faire Kritik.

Wie läuft es finanziell?

Am Schluss wollen wir eine Null schreiben. Wir stehen kurz vor diesem Ziel. Darauf bin ich sehr stolz.

Ihr wollt mehr junge Leute ansprechen.

War euch das SRF zu alt?

Mit Sat. 1 haben wir noch keine Erfahrungswerte. Das Format spricht aber dafür, den jungen Zeitgeist zu treffen.

Was bekommen wir in den Pre-Shows zu sehen?

Wir haben die Kandidatinnen von frühmorgens bis spät in den Abend begleitet. Da zeigt sich jede auch von einer sehr persönlichen Seite.

Gabs viele Tränen?

Es gab immer wieder mal Tränen. Wenig Schlaf, stressige Situationen. Das hat die Nerven manchmal strapaziert.

Dann bist du doch wie Heidi Klum?

Nein. Aber: Klum ist eine Perfektionistin. Da haben wir sicher Parallelen.

Gabs ein Drehbuch?

Manchmal mussten wir ein Quote zweimal aufnehmen. Grundsätzlich wurden unser geplanter Ablauf und die Aufgaben, die erfüllt werden mussten, 1:1 eingehalten und realistisch umgesetzt. Wir produzieren keine gespielten oder aufgesetzten Szenen. Steht jemals so ein Drehbuch zur Sprache, wäre es für mich an der Zeit, mich zurückzuziehen.

Ein richtiges Missen-Mami…

Dieser Titel entspricht nicht ganz meiner Arbeit. Da werde ich wohl ein wenig unterschätzt. Obwohl vom Alter her….Die Eltern von Kandidatinnen sind teilweise jünger als ich. (lacht).

Die Pre-Shows starten am 28. April auf Sat. 1.

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