«Quantum of Solace»: Es bleibt genug Stoff für Bond Nr. 23
Aktualisiert

«Quantum of Solace»Es bleibt genug Stoff für Bond Nr. 23

Daniel Haberthür, der Präsident des Schweizer James-Bond-Fanclubs, beurteilt «Quantum of Solace» exklusiv für 20 Minuten.

Das 22. Bond-Spektakel lässt einem keine Zeit zum Atmen. So schnelle, so wahnsinnige, so spektakuläre Verfolgungsjagden habe ich noch nie in einem Bond-Film gesehen. Unglaublich, wie schnell die Zeit in diesem Bond-Abenteuer vergeht. 007 ist immer unterwegs, keine Ruhe, kaum eine Pause, von seiner Rache getrieben. Im Film dann auch die schnellen Wechsel der Locations. Eben noch am Gardasee, schon ist man in Haiti. Atmosphärisch dicht hat Marc Forster die Schauplätze inszeniert – etwas, das einfach zu einem guten Bond gehört. Die Verfolgungsjagd über die Dächer von Siena, weiter zu Wasser, in der Luft oder in der Freilichtbühne von Bregenz (dieser Teil von «Ein Quantum Trost» ist das absolute Highlight des ganzen Filmes).

Bond hetzt von Location zu Location, immer auf der Suche nach dem Trost, der Rache für Vesper, die in «Casino Royale» in den Tod getrieben wurde. 007 wütet und tötet wie ein Racheengel. Kaum einen Widersacher lässt er am Leben. Zum Schluss hat Bond das Rätsel um seine geliebte Vesper gelöst, jenes der Organisation Quantum allerdings nicht. Zu vieles bleibt unklar und unerklärt. So bleibt genug Stoff für Bond Nummer 23.

Marc Forster hat uns einen Bond mit Tiefgang präsentiert, allerdings fehlen viele traditionelle Elemente wie Q, Moneypenny, der geschüttelte Martini oder auch einfach das «Bond, James Bond».

Deine Meinung