10.04.2020 10:23

Seit einer Woche

Es brennt immer noch in der Tschernobyl-Sperrzone

Auch knapp eine Woche nach Beginn des Waldbrandes in der ukrainischen Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl ist das Feuer noch immer nicht unter Kontrolle.

von
gux
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In und ausserhalb der ukrainischen Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl sind letztes Wochenende mehrere Hektaren Wald in Brand geraten.

In und ausserhalb der ukrainischen Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl sind letztes Wochenende mehrere Hektaren Wald in Brand geraten.

AP
Die Brände dauern seither an. Die radioaktive Hintergrundstrahlung in den angrenzenden Gebieten der Region Kiew sei im Normbereich, teilte der Katastrophenschutz mit. Doch ...

Die Brände dauern seither an. Die radioaktive Hintergrundstrahlung in den angrenzenden Gebieten der Region Kiew sei im Normbereich, teilte der Katastrophenschutz mit. Doch ...

AP/Yaroslav Yemelianenko
... der geschäftsführende Leiter der Umweltbehörde in Kiew, Jegor Firsow, hatte letzte Woche von erhöhten Radioaktivitätswerten berichtet. Dies wurde offiziell aber nicht bestätigt.

... der geschäftsführende Leiter der Umweltbehörde in Kiew, Jegor Firsow, hatte letzte Woche von erhöhten Radioaktivitätswerten berichtet. Dies wurde offiziell aber nicht bestätigt.

AP

Insgesamt seien 380 Feuerwehrleute im Einsatz, teilte der Katastrophenschutz am Freitag in Kiew mit. Das die Brände begünstigende trockene Wetter hält zudem weiter an. Wetterdiensten zufolge werden erst am kommenden Dienstag ergiebigere Regenfälle erwartet.

Die radioaktive Strahlung in den angrenzenden besiedelten Gebieten soll innerhalb der Norm liegen. Der geschäftsführende Leiter der Umweltbehörde in Kiew, Jegor Firsow, hatte letzte Woche allerdings von erhöhten Radioaktivitätswerten berichtet. Dies wurde offiziell aber nie bestätigt.

Brandstiftung?

Die Brände waren am vergangenen Samstag ausgebrochen (20 Minuten berichtete). In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu Feuern in den unbesiedelten Gebieten. Als Ursache wurde immer wieder Brandstiftung vermutet.

Nach der Explosion des Blocks vier im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 wurden radioaktiv besonders belastete Landstriche um die Atomruine gesperrt. Zehntausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt. Seit mehreren Jahren ist das Gebiet für geführte Touristen zugänglich. (gux/sda)

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