Aktualisiert

Ab 2020Kosten für Gesundheit steigen um Milliarden an

Teure Medikamente, ein neuer Abrechnungstarif für die Ärzte und Mehrbedarf an Pflegenden sind Gründe für den prognostizierten Anstieg.

von
roy
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Die Gesundheitskosten drohen zu steigen. Dabei gäbe es Möglichkeiten, die Kosten zu senken.

Die Gesundheitskosten drohen zu steigen. Dabei gäbe es Möglichkeiten, die Kosten zu senken.

Viperfzk
Die Medikamentenpreise in der Schweiz sind im Vergleich zum Ausland deutlich teurer.

Die Medikamentenpreise in der Schweiz sind im Vergleich zum Ausland deutlich teurer.

Barbara Gindl
Krankenkassen übernehmen normalerweise die Kosten für Medikamente, die im Ausland gekauft werden, nicht. Die Politik aber fordert, dass sich das ändert. SP-Nationalrätin Bea Heim lancierte eine Motion.

Krankenkassen übernehmen normalerweise die Kosten für Medikamente, die im Ausland gekauft werden, nicht. Die Politik aber fordert, dass sich das ändert. SP-Nationalrätin Bea Heim lancierte eine Motion.

Keystone/Anthony Anex

Dieses Jahr steigen die Prämien kaum, doch ab 2020 kommt es in der Pflege, bei Ärzten und Medikamenten zu einem neuen Kostenschub. Das schreibt die «SonntagsZeitung».

Rund die Hälfte davon wird auf die Krankenkassenprämien überwälzt, der Rest kommt auf die Steuerzahler oder die selbst zahlenden Patienten zu. Dies ergeben Berechnungen des Krankenkassenverbandes Santésuisse.

Drei Gründe für Anstieg

Neue und teure Medi­kamente wie beispielsweise das neue Medikament Kymriah von ­Novartis, bei dem eine Therapie 370'000  Franken kostet, dürften die Kosten um eine Milliarde pro Jahr ansteigen lassen.

Der zweite grosse Kostenschub droht, falls der neue Abrechnungstarif für die Ärzte eingeführt wird. Santésuisse würde mit Zusatzkosten von 2,5 Milliarden Franken rechnen.

Die dritte Kostensteigerung in Milliardenhöhe droht bei der Pflege. Einerseits rechnet Santésuisse mit einem Mehrbedarf an Pflegenden von zehn Prozent in den nächsten Jahren. Anderseits kämen Mehrkosten von mehreren Milliarden Franken bis 2030 hinzu, falls die eingereichte Volksinitiative des Schweizer Berufsverbandes der Pflege angenommen würde.

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