Abfallsünder: Es drohen Bussen bis zu 5000 Franken
Aktualisiert

AbfallsünderEs drohen Bussen bis zu 5000 Franken

Weil viele Berner ihr Recycling-Gut ausserhalb der offiziellen Zeiten entsorgen, patrouilliert die Securitas vor den Entsorgungsstellen. Jetzt hagelt es Anzeigen.

von
Saraina von Grünigen

«Jeder, der sein Glas, Papier und Metall ausserhalb der Benutzungszeiten von 7 bis 20 Uhr entsorgt, wird angezeigt und muss mit einer Busse von bis zu 5 000 Franken rechnen», sagt Christian Jordi von der Abfallentsorgung der Stadt Bern. «Ausserhalb dieser Zeiten können wir die Stellen nämlich nicht leeren.»

Überfüllte Behälter und Ansammlungen von Entsorgtem seien die Folge. «Ein hässliches Bild für die Anwohner und auch für unser Personal.» Wer mitten in der Nacht sein Leergut entsorgt, verursacht zudem viel Lärm. «Auch darüber beschweren sich die Nachbarn», so Jordi.

Damit die Abfallsünder auf frischer Tat ertappt werden können, ist an den Quartier­entsorgungsstellen in der Nacht und an Sonn- und Feiertagen vermehrt die Securitas im Einsatz. «Erwischt die Securitas jemanden, nimmt sie direkt die Personalien auf. Eine Verwarnung gibts nicht», so Jordi. ­Allein in diesem Jahr gab es schon über 220 Anzeigen. «126 Bussen wurden ausgestellt, die restlichen Anzeigen sind noch in Bearbeitung», sagt Polizeiinspektor Jean-Claude Hess.

Nebst der Securitas ist auch ein Care-Team in Berns Quartieren unterwegs. «Das Team informiert die Leute über die korrekte Benutzung der Stellen», so Jordi.

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