Fahren ohne Ausweis: Es drohen drei Jahre Gefängnis
Aktualisiert

Fahren ohne AusweisEs drohen drei Jahre Gefängnis

Wer ohne den nötigen Fahrausweis ein Verkehrsmittel lenkt, muss seit Anfang Jahr mit einer Gefängnisstrafe rechnen. Ein Schwyzer Töfffahrer ist eins der ersten «Opfer».

von
Stefanie Nopper

Der 21-jährige Motorradfahrer baute am Neujahrsabend in Oberiberg einen Selbstunfall – und muss nun mit schwerwiegenden Konsequenzen rechnen. «Der Verunfallte hat den erforderlichen praktischen Grundkurs nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeit absolviert. Damit war sein Lernfahrausweis nicht mehr gültig», sagt Florian Grossmann, Sprecher der Schwyzer Kantonspolizei. Bis Ende des letzten Jahres hätte das den Neulenker maximal eine Busse von 10 000 Franken gekostet. Doch seit dem 1. Januar gilt: Wer ohne erforderlichen Fahrausweis herumfährt, riskiert eine Geldstrafe von bis zu einer Million Franken und/oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Diese Änderung im Strassenverkehrsgesetz hat der Bundesrat in Kraft gesetzt. Sie gilt auch für annullierte Fahrausweise auf Probe und Lernfahrausweise.

Weil vielen Neulenkern diese Änderung und die drohenden Folgen nicht bewusst sein dürften, reagieren jetzt Fahrlehrer. «Ich mache meine Fahrschüler in den Kursen auf die Änderung und die Gefahr aufmerksam», sagt Herbert Koch, Fahrlehrer aus Luzern.

Von der Gesetzesänderung ausgenommen ist übrigens das Vergessen des Fahrausweises: Gemäss dem Bundesamt für Strassen gibt es dafür weiterhin 20 Franken Busse.

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