Verunstaltung von SVP-Wahlplakaten: «Es entspricht dem Muster der linken Chaoten»
Aktualisiert

Verunstaltung von SVP-Wahlplakaten«Es entspricht dem Muster der linken Chaoten»

Im Kanton Solothurn und im Kanton Bern werden regelmässig SVP Plakate verunstaltet oder abgehängt. Für die SVP stecken die «Linken »dahinter.

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km
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Plakate von SVP-Politikern sind regelmässig im Visier von Vandalen und werden entweder entwendet oder verunstaltet.

Plakate von SVP-Politikern sind regelmässig im Visier von Vandalen und werden entweder entwendet oder verunstaltet.

Henri Beuchat
So kürzlich im Kanton Solothurn: Zwischen Winznau und Trimbach wurden am Wochenende mehrere Plakate mit Filzstiften verschmiert, unter anderem jene der Nationalräte Walter Wobmann und Christian Imark, wie die «Solothurner Zeitung» berichtet.

So kürzlich im Kanton Solothurn: Zwischen Winznau und Trimbach wurden am Wochenende mehrere Plakate mit Filzstiften verschmiert, unter anderem jene der Nationalräte Walter Wobmann und Christian Imark, wie die «Solothurner Zeitung» berichtet.

zvg.
Auch in Bern haben SVP-Plakate einen schweren Stand: Zu Beginn der Woche hängte SVP-Stadtrat Henri Beuchat deren fünf auf seinem privaten Grundstück auf. Am Dienstagabend waren alle weg.

Auch in Bern haben SVP-Plakate einen schweren Stand: Zu Beginn der Woche hängte SVP-Stadtrat Henri Beuchat deren fünf auf seinem privaten Grundstück auf. Am Dienstagabend waren alle weg.

Henri Beuchat

Plakate von SVP-Politikern sind regelmässig im Visier von Vandalen und werden entweder entwendet oder verunstaltet. So kürzlich im Kanton Solothurn: Zwischen Winznau und Trimbach wurden am Wochenende mehrere Plakate mit Filzstiften verschmiert, unter anderem jene der Nationalräte Walter Wobmann und Christian Imark, wie die «Solothurner Zeitung» berichtet.

Auch in Bern haben SVP-Plakate einen schweren Stand: Zu Beginn der Woche hängte SVP-Stadtrat Henri Beuchat deren fünf auf seinem privaten Grundstück auf. Am Dienstagabend waren alle weg. Für Hinweise auf die Täter setzte der verärgerte Politiker kurzerhand 1000 Franken Belohnung an.

«Übliches Muster der linken Chaoten»

Für die Verschandelungen hat Christian Imark, Präsident der SVP Kanton Solothurn, kein Verständnis. «Man nimmt sie zur Kenntnis, ersetzt die Plakate und schüttelt den Kopf über solche Leute», sagt Imark. Nur Menschen ohne sachlichen Argumente würden auf solche Mittel zurückgreifen, meint der Ständeratskandidat. Die politische Motiviertheit der Aktion steht für ihn ausser Frage: «Es entspricht dem üblichen Muster der linken Chaoten.»

Mehrere Tausend Franken Unkosten

Aliki Panayides, Geschäftsführerin der SVP Kanton Bern, erklärt, dass Vandalismus gegen SVP-Plakate nichts Neues sei. «Ich habe mich schon gefragt, ob die SP Leute beauftragt, die Plakate abzunehmen». Das seien gezielte Aktionen. Für die Kantonalpartei würden dadurch mehrere Tausend Franken Unkosten entstehen. «Wir rechnen jeweils schon damit und bestellen deshalb lieber zu viele Plakate.» Laut Panayides wird in manchen Fällen sogar Anzeige erstattet.

Dramatischer klingt es bei der SVP Kanton Solothurn. «Im Moment ist es sehr schlimm», sagt Wahlkampfleiter Stefan Späti. «Den Gegnern der SVP fehlt jegliches Verständnis von Demokratie.» In den letzten Jahren habe der Vandalismus bei Plakaten zugenommen. Die Ursache sieht Späti im «steigenden Linksextremismus». «Das sind SVP-Hasser. Mit einem fairen Wahlkampf hat das nichts mehr zu tun.»

«Das sind haltlose Anschuldigungen»

Allerdings hat nicht nur die SVP hat mit verunstalteten und entwendeten Plakaten zu kämpfen. Auch die SP Kanton Solothurn kennt das Problem. «Das kommt immer wieder vor bei den Wahlen», sagt Parteisekretär Niklaus Wepfer. Man wolle solche Vorfälle aber nicht an die grosse Glocke hängen oder melden. «Wir haben genügend Reserve-Plakate», so Wepfer. Seiner Ansicht nach sind die Übeltäter weder links noch rechts, sondern «dumm».

Der SP Kanton Bern sind in diesem Herbst noch keine Vandalenakte bekannt, wie Parteisekretär David Stampfli sagt. Die Vorwürfe der SVP, die SP stehe hinter den Aktionen, könne er nicht ernst nehmen. Stampfli: «Ich verstehe, dass die SVP nervös ist, weil ihre Umfragezahlen nicht so gut aussehen. Wir wollen aber einen fairen Wahlkampf und haben keinen Grund, Plakate zu zerstören.»

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