City Surf: «Es fühlt sich fast wie Hawaii an»
Aktualisiert

City Surf«Es fühlt sich fast wie Hawaii an»

Beim Reusswehr in Luzern hat sich eine stehende Welle gebildet. Der wagemutige Surfer Joshua Cielo hat sie getestet und ist begeistert. Nachahmer aufgepasst: Das ist nur etwas für Profis.

Mit den steigenden Temperaturen nimmt der Schmelzwasseranteil in der Reuss stetig zu und der Wasserpegel steigt an. Nun hat sich unterhalb des neuen Reusswehrs bei der Spreuerbrücke eine stehende Welle gebildet. Diese wird auch prompt genutzt: Der in Kriens wohnhafte Hawaiianer

Jo­shua Cielo etwa hat die Welle kürzlich bei einem Ritt getestet und surft sie nun regelmässig. Sein Fazit: «Es fühlt sich fast an, als wäre ich zurück auf Hawaii.» Vom Mittelpfeiler der Spreuerbrücke stieg der 39-Jährige ins Wasser. Von dort aus paddelte er um den Pfeiler herum, hielt sich zuerst an einem Seil fest und begann dann frei auf der Welle zu reiten. «Ich wette, Kelly Slater würde das auch cool finden», schwärmt Cielo.

Von einer ähnlichen Welle können Surfbegeisterte in anderen Städten bislang nur träumen: In Bern soll mit dem Projekt «Flusswelle» eine künstliche Welle geschaffen werden. Auch in Zürich gibt es mit dem Projekt «Limmatwave» ähnliche Bestrebungen.

Surfen nach Mini-Tsunami von Gletscher.

Laut der Luzerner Wasserpolizei ist das Surfen auf der Reuss nicht verboten, jedoch warnt ein Schild vor Lebensgefahr wegen der «gefährlichen Strömung». Pris­ca Wolfensberger, Mediensprecherin der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG), mahnt denn auch zur Vorsicht: «Schäumende Wellen sind gefährlich. Bei solchen Sachen sollte man immer mindestens zu zweit sein.» Für Surfer hat Wolfensberger weitere Tipps: «Man sollte eng anliegende Kleidung tragen und kein Seil am Brett befestigen, damit man sich nicht verheddern kann.»

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