Garagen-Brand: «Es gab kein Durchkommen, überall war Feuer »
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Garagen-Brand«Es gab kein Durchkommen, überall war Feuer »

Zwei Mitarbeitern der Pizzeria «Al Solito Posto» steckt der Brand an der Gasometerstrasse noch tief in den Knochen. Sie wollten dem Mann zu Hilfe eilen, der Opfer der Flammen geworden ist. Doch Feuer und starker Rauch schnitten ihnen den Weg ab.

von
Anja Grünenfelder

In einem Innenhof an der Gasometerstrasse befindet sich die Garage, wo am Montagnachmittag ein Feuer ausgebrochen ist – mit fatalen Folgen für einen Angestellten. Der 52-Jährige arbeitete gerade an einem der Fahrzeuge im Innenhof, als dieses plötzlich Feuer fing. Die Flammen gingen auf den Mann und zwei umstehende Fahrzeuge über. Eine Küchenhilfe der benachbarten Pizzeria «Al Solito Posto» wurde von ihrem Fenster aus Zeuge der Tragödie und rief ihren Mitarbeitern zu, dass im Hof ein Mann in Flammen stehe.

«Hilfe war selbstverständlich»

Zu dem Zeitpunkt arbeiteten sechs Angestellte im Restaurant. Nelson Valerio (26) und Mike Tomljonovic (51) überlegten nicht lange, griffen nach einem Feuerlöscher und eilten dem Mann zur Hilfe. «Für mich ist es selbstverständlich, dass ich einem Menschen in Not helfe», sagt Tomljonovic.

Doch der Standort der Garage im kleinen Innenhof machte ein Durchkommen zum Schwerverletzten unmöglich. «Überall war Feuer und Rauch», erklärt Valerio. Tomljonovic stimmt seinem Kollegen zu: «Es war sehr eng im Hof». Durch den Rauch und die Flammen konnten die beiden den Mann nicht erkennen.

«Mir war schlecht vom Rauch»

Die beiden Angestellten der Pizzeria «Al Solito Posto» versuchten in der Folge, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Nach ungefähr 15 Minuten traf die Feuerwehr ein. «Mir war schlecht vom vielen Rauch», sagt Valerio. Die Sanität habe ihnen daraufhin Gasmasken gegeben und sie ins Triemli-Spital gefahren. Drei Stunden verbrachten die beiden Männer im Spital, dann hatten sie Gewissheit, dass sie keine Rauchvergiftung davon getragen hatten. Die beiden Männer sind mit dem Schrecken davon gekommen und arbeiten bereits wieder.

Der Angestellte der Garage hatte leider nicht so viel Glück. Obwohl ihm sein Chef sofort zu Hilfe eilte und ihn löschte, erlag der Mann in der Nacht auf Dienstag im Spital seinen schweren Verbrennungen.

Wie es zu der Tragödie an der Gasometerstrasse kommen konnte, ist noch unklar. Die Kantonspolizei Zürich klärt die Brandursache derzeit ab.

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