25.07.2020 20:40

Erste Auszüge aus «Finding Freedom»«Es gab wenige Leute im Palast, denen Harry und Meghan trauen konnten»

Frustriert und zutiefst enttäuscht – ein neues Buch beschreibt, wie die britische Königsfamilie und die Bediensteten im Palast das Leben der Sussexes zur Hölle machten.

von
Karin Leuthold
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Das Buch «Finding Freedom: Harry and Meghan and the Making of A Modern Royal Family» erscheint am 11. August. Es schildert das Leben von Prinz Harry und seiner Frau Meghan in den Monaten vor dem Megxit.

Das Buch «Finding Freedom: Harry and Meghan and the Making of A Modern Royal Family» erscheint am 11. August. Es schildert das Leben von Prinz Harry und seiner Frau Meghan in den Monaten vor dem Megxit.

Bereits vor Wochen waren Gerichtsunterlagen ans Licht gekommen, die Ähnliches erkennen liessen: So vermisste Herzogin Meghan während ihrer Schwangerschaft den Schutz der britischen Königsfamilie.

Bereits vor Wochen waren Gerichtsunterlagen ans Licht gekommen, die Ähnliches erkennen liessen: So vermisste Herzogin Meghan während ihrer Schwangerschaft den Schutz der britischen Königsfamilie.

KEYSTONE
Die Herzogin steht in einem Gerichtsverfahren gegen die «Mail on Sunday», die einen privaten Brief an ihren Vater veröffentlicht hatte.

Die Herzogin steht in einem Gerichtsverfahren gegen die «Mail on Sunday», die einen privaten Brief an ihren Vater veröffentlicht hatte.

KEYSTONE

Darum gehts

  • Am 11. August erscheint ein neues Buch, das den Megxit beleuchtet.
  • Harry und Meghan fühlten sich von der Königsfamilie ausgeschlossen und entschieden, sich von den Royals loszulösen.
  • Die Autoren des Buches haben nie mit Harry und Meghan gesprochen.

Ignoriert und mit dem Gefühl nicht ernst genommen zu werden - Prinz Harry (35) und seine Frau Herzogin Meghan (38) waren alles andere als glücklich innerhalb der Königsfamilie. Monatelang hätten die beiden mit der Idee gespielt, sich von den Royals loszulösen, bevor sie Anfang dieses Jahres ihren Rückzug aus dem engeren Kreis der Windsors verkündeten und ihre Verbindungen zum Königshaus teilweise kappten.

So heisst es im Buch «Finding Freedom: Harry and Meghan and the Making of A Modern Royal Family», das ab 11. August erhältlich ist. Die britische Zeitung «Times» veröffentlichte am Samstag einige Auszüge davon.

Dem Buch zufolge sollen die Sussexes ein völlig zerrüttetes Verhältnis zum britischen Königshaus gehabt haben. Sie hätten sich weder von den anderen Royals noch von Angestellten am Hofe akzeptiert gefühlt, heisst es. Dies habe schliesslich zur Loslösung geführt.

Harry glaubt, er dürfe die Queen nicht sehen

Harry und Meghan seien nach den letzen Weihnachtsferien in Kanada nach Grossbritannien zurückgekehrt, mit der Absicht, die Queen über die Lage zu informieren. Doch Harry soll keinen Termin mit seiner Grossmutter bekommen haben. Da habe er sogar geplant, gleich nach der Ankunft in London nach Sandringham zu fahren, um Elizabeth II. unvorbereitet «zu überfallen».

Der Royal habe schliesslich auf seinen Plan verzichtet, da ein solcher Verstoss gegen das königliche Protokoll weitere unangenehme Folgen gehabt hätte. Später soll Harry den Verdacht geäussert haben, er sei vom Hofpersonal absichtlich daran gehindert worden, seine Grossmutter zu sehen.

Der Konflikt zwischen den Brüdern begann 2017

Das Verhältnis zwischen den beiden Paaren Harry und Meghan sowie Prinz William und Herzogin Kate (beide 38) sei so schlecht gewesen, dass sie im März kaum miteinander geredet haben sollen. Laut «Telegraph» habe der Konflikt zwischen den zwei Brüdern 2017 angefangen, als William seinen jüngeren Bruder gefragt habe, ob er sich «wirklich sicher» sei, Meghan heiraten zu wollen.

Die Autoren berichteten: «Es gab nur eine Handvoll von Leuten im Palast, denen sie (Harry und Meghan) trauen konnten.» Ein Freund des Paares bezeichnete Bedienstete dort als «Vipern», die befürchteten, Harry und Meghan würden populärer werden als die restlichen Mitglieder der Familie.

Nach dem Megxit soll Meghan einer Freundin unter Tränen erzählt haben, dass sie sich frustriert fühle, nachdem sie «alles aufgegeben» hatte, um Harry zu heiraten. Doch jetzt, nach dem Rückzug, könne sie sich nicht vorstellen, jemals zur Königsfamilie zurückzukehren. Laut «Telegraph» sei allerdings Harry derjenige gewesen, der sich die Loslösung zur eigenen Familie am meisten wünschte.

Harry und Meghan haben nie mit den Autoren des Buches gesprochen

Das Buch der Journalisten und Royal-Experten Omid Scobie und Carolyn Durand beruht ausschliesslich auf Aussagen aus dem Umfeld der Royals. «Der Herzog und die Herzogin von Sussex wurden für das Buch nicht interviewt», teilte ein Sprecher des Paares der «BBC» mit.

Der Sender hob dennoch die vielen Quellen positiv hervor, bemängelte aber, dass das Buch keine echten Enthüllungen enthalte. Vieles sei schon zuvor bekannt gewesen.

Seit einigen Monaten leben die Sussexes mit ihrem 14 Monate alten Sohn Archie in Los Angeles. In der Metropole im US-Bundesstaat Kalifornien wohnt auch Meghans Mutter, die 63-jährige Doria Ragland. Zu ihrem Vater soll Meghan keinen Kontakt mehr haben.

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34 Kommentare
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Nick

26.07.2020, 16:20

Die permanente Berichterstattung über Meghan/Harry wird langsam ein bisschen zu viel des Guten. Liest man eine Zeitung, wird man quasi angesprungen. Es gäbe noch über anderes zu berichten.

G.T

26.07.2020, 12:49

Die Tante nervt! Die ganze Welt steht Kopf, es existiert unmengen an Leid auf der Welt und die tut so als wäre sie 20 Jahre unschuldig im Knast gewesen.

klardenker

26.07.2020, 11:26

ich weiss, dass man einem "menschen", wie erdowahn nicht sagen darf was man denkt, sonst wird es zensiert. aber einer sache kann ich einen namen geben den ich für gut finde. ich nenne die masse, welche auf der anderen seite des mundes herauskommt, einfach erdogan