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«Es geht alle drei Monate irgendwo eine Bombe hoch»

Trotz Bombenterror auf Bali: Nur wenige Schweizer wollen ihren Urlaub abbrechen. Für einige von ihnen ist die Götterinsel aber zur Hölle auf Erden geworden.

Unter den 26 Todesopfern, die die Terroranschläge auf der Insel Bali am Samstag forderte, sind mindestens 14 aus Indonesien, einer aus Australien und ein weiterer aus Japan. Die zehn übrigen Leichen sind noch nicht identifiziert worden, wie das zuständige Krankenhaus mitteilte. Touristen aus der Schweiz sind laut EDA nicht unter den Opfern. Mit praktisch allen 650 Schweizern sei Kontakt aufgenommen worden. Nur etwa zehn wollen die Insel sofort verlassen, wie der Reiseversicherer Elvia mitteilte. Geschäftsführer Jürg Wittwer: «Wir stellen einen gewissen Gewöhnungseffekt fest. Mittlerweile geht alle drei Monate irgendwo eine Bombe hoch.»

20 Minuten konnte mit einer jungen Luzernerin reden, für die der Urlaubstrip zum Albtraum geworden ist: «Meine Freundin und ich waren

in der Nähe der Strasse, an der eine Bombe hochging», erzählt die 19-Jährige R.S. Es sei schrecklich gewesen. Kein Taxi sei mehr gefahren. Alle seien in Panik ausgebrochen. Jetzt wollen sie und ihre 18-jährige Freundin nur noch nach Hause. «Das Hotel Hardrock werden wir bis zu unserer Abreise nicht mehr verlassen. Wie haben schreckliche Angst.»

Alexandra Roder

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