Aktualisiert 03.12.2008 12:26

Konzessionsvergabe

Es geht in die nächste Runde

Wie angekündigt haben die Initianten des «Radio, das mehr bietet» (RBB) gegen den Konzessionsentscheid Rekurs eingelegt. Sie bezeichneten den Entscheid als «willkürlich». Die beiden bestehenden Radios Basilisk und One waren als Sieger hervorgegangen.

Die Verfügung des Eidg. Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) verstosse «klar gegen Sinn und Geist des Radio- und Fernsehgesetzes», reklamieren die Verwaltungsräte Franz Widmer (pensionierter «bz»-Chefredaktor) und Christian Heeb (»Radio Basilisk»-Mitgründer) am Mittwoch per Communiqué.

Dem Aspekt des Meinungspluralismus und der Medienvielfalt werde «keinerlei Beachtung geschenkt», weil das UVEK die Abhängigkeiten der bestehenden Sender ignoriere. In anderen Regionen sei dieses Kriterium hingegen entscheidend gewesen.

Willkür-Vorwurf

Das abgeblitzte MFE-Projekt namens «Radio, das mehr Basel bietet (RBB)» habe Finanzierung und Grundkapitalisierung nachgewiesen. Bei der Konkurrenz hingegen habe das UVEK sogar auf deren Nachweis verzichtet. MFE spricht von «Willkür». MFE-Verantwortliche hatten sofort nach dem Konzessionsentscheid einen Rekurs angekündigt.

RBB war vor Jahresfrist als neuartiges Lokalradio mit einem Wortanteil von 50 Prozent und einer rund um die Uhr besetzten Redaktion mit 27 Vollstellen angekündigt worden. Die Kernaufgabe dieses Radios für eine «mündige Hörerschaft» sei die umfassende Beschaffung, Aufarbeitung und Verbreitung von Informationen.

Sollte das rein Werbe- und Sponsoring-finanzierte RBB eine Konzession erhalten, werde das Aktienkapital von 100 000 Franken auf eine Million erhöht, sagte Heeb damals. Die PubliGroup Lausanne wolle sich mit 25 Prozent beteiligen. Mit im Boot war Hans Jürg Deutsch, früher TV-Chef bei Ringer. (sda)

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