Vettel im Interview: «Es gibt bestimmt eitlere Menschen als mich»
Aktualisiert

Vettel im Interview«Es gibt bestimmt eitlere Menschen als mich»

Sebastian Vettel ist neu Markenbotschafter für Braun-Rasierapparate. 20 Minuten sprach mit dem dreifachen Formel-1-Weltmeister nicht nur über Autorennen.

von
Sandro Compagno

Sebastian Vettel, herzliche Gratulation zum Sieg in Spa. Das war eine eindrückliche Demonstration.

Sebastian Vettel: Danke. Wir hatten nicht erwartet, dass wir so stark sein würden. Vielleicht war das Rennen für die Zuschauer etwas langweilig, aber für mich war es sehr angenehm. Das Auto tat genau das, was ich wollte.

Sie sind auf dem Weg zum vierten WM-Titel. Denkt man da irgendwo im Hinterkopf schon an den Rekord von Michael Schumacher mit sieben Weltmeisterschaften?

Nein. Ich weiss ja nicht, was ich in zehn Jahren mache. Im Moment bin ich sehr zufrieden mit meinem Leben, ich kann mich wirklich nicht beklagen. Natürlich habe auch ich Träume, aber am Ende des Tages geht es einfach nur darum, glücklich zu sein.

Wovon träumt ein dreifacher Formel-1-Weltmeister? Können Sie etwas präziser werden?

Sportlich ist das Ziel natürlich der vierte Titel. Aber da nehmen wir Schritt für Schritt, wollen nicht zu weit nach vorne schauen. Privat: Ich bin jetzt 26-jährig, ich werde älter, ich werde reifer, vielleicht auch weiser. Träume verändern sich. Vielleicht möchte ich eines Tages eine Familie gründen und ein stabileres Leben führen.

Wir führen dieses Gespräch, weil Sie neu Markenbotschafter für Braun Rasierapparate sind. Wie wichtig ist für einen Menschen, der seiner beruflichen Tätigkeit mit einem Integralhelm nachgeht, das eigene Aussehen?

Ich muss mich am Sonntag vielleicht nicht so rausputzen, wie wenn ich vor vielen Leuten auf einer Bühne stehe. Aber letzten Endes geht es im Sport ja nicht ums Aussehen. Die Leute schalten nicht den Fernseher ein, um schöne Menschen zu sehen oder um zu sagen: ‚Mensch, hat der die Haare toll', sondern um ein Formel-1-Rennen zu verfolgen.

Die Bilder von Ihrem Blondschopf gingen vor dem Rennen in Spa um die Welt. In verschiedenen Zeitungen wurden Sie mit Heino verglichen. Steckt man das mit einem Lächeln weg oder ärgert einen so etwas? Immerhin ging es in Belgien auch um eine Vorentscheidung im Kampf um die WM.

Um Gottes willen, nein. Man hat es als Sportler ohnehin nicht in der Hand, was die Zeitungen schreiben. Da steht ja morgen schon wieder etwas anderes drin.

Wie lange brauchen Sie am Morgen im Bad, sagen wir, an einem Testtag in Jerez?

Nicht lange. Die Testtage gehen früh los, da brauche ich nicht viel Zeit. Zähne putzen, Gesicht waschen, kämmen, Blick in den Spiegel - in fünf bis zehn Minuten ist das erledigt.

Und wenn Sie an einer Gala wieder einmal einen Preis als schnellster Mensch des Universums erhalten?

Nicht so viel länger. Man schaut vielleicht etwas besser, dass nirgends etwas blöd hängt oder absteht. Ich bin da sehr unkompliziert. Es gibt ja auch Männer, die verschiedenste Pflegeprodukte haben, aber da gehöre ich nicht dazu.

Sie sind kein eitler Mensch.

Zahnbürste und Zahnpasta sollten immer dabei sein. Aber es gibt ganz bestimmt eitlere Menschen als mich. Das betrifft auch meinen Kleiderstil: Privat bin ich eher auf der sportlich-bequemen Seite.

Sie tragen oft Drei-Tage-Bart. Steht im Vertrag mit Braun, dass Sie sich jetzt öfter rasieren müssen?

Nein, da steht nichts drin. Aber wenn der Drei-Tage-Bart zu lang und etwas zottelig wird und anfängt zu jucken, dann gibt's halt auch mal wieder eine Rasur.

20 Minuten sprach exklusiv mit Sebastian Vettel nach dem Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps. Der dreifache Formel-1-Weltmeister wurde einen Tag nach seinem 40. GP-Sieg als neuer weltweiter Botschafter für die Herrenrasierer von Braun präsentiert. «Ich bin mit der Marke Braun aufgewachsen», sagte Vettel, «wir sind beide ’Hessen’ und von daher schon eng verbunden. Es hat mich schon immer beeindruckt, wie viel Technik in Rasierern von Braun steckt.»

20 Minuten sprach exklusiv mit Sebastian Vettel nach dem Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps. Der dreifache Formel-1-Weltmeister wurde einen Tag nach seinem 40. GP-Sieg als neuer weltweiter Botschafter für die Herrenrasierer von Braun präsentiert. «Ich bin mit der Marke Braun aufgewachsen», sagte Vettel, «wir sind beide ’Hessen’ und von daher schon eng verbunden. Es hat mich schon immer beeindruckt, wie viel Technik in Rasierern von Braun steckt.»

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