Es gibt ein Dickmacher-Gen
Aktualisiert

Es gibt ein Dickmacher-Gen

Ein internationales Forscherteam hat eine neue Genvariante für Übergewicht entdeckt. Menschen, die dieses Gen in sich tragen, sind zu 30 Prozent häufiger übergewichtig als andere - und sie können nichts dafür.

Etwa zehn Prozent der Bevölkerung besässen diese genetische Variante, die das Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit im Kindes- und Erwachsenenalter erhöhe. Das Team vom Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit sowie Forschern aus Essen und den USA untersuchte rund 100 000 Genvarianten im menschlichen Erbgut.

Dabei entdeckten die Forscher eine Genveränderung in der Nähe eines Gens, das den Fettstoffwechsel steuert. Die gefundene Genvariante komme sowohl bei Menschen mit westeuropäischer als auch mit afroamerikanischer Abstammung vor.

Es sind bereits mehrere Gene bekannt, die das Gewicht beeinflussen. Die Forscher weisen jedoch auch darauf hin, dass Gene allein nicht dick machen.

Vielmehr führe die Kombination aus genetischen Faktoren und Lebensstil dazu, dass Menschen zunehmen. Die Ergebnisse der Untersuchung stellen die Forscher in der der US-Fachzeitschrift «Science» vom Freitag vor. (sda)

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