Kamerun-Trainer Rigobert Song mit Kampfansage an die Schweizer Nati

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Rigobert Song«Es gibt keinen Favoriten» – Kamerun-Coach mit Kampfansage an die Nati

Bei Nati-Gegner Kamerun sitzt mit Rigobert Song eine Fussball-Legende auf dem Trainerstuhl. Gegen die Schweiz will er sein Land zum ersten WM-Sieg seit 20 Jahren führen.

von
Lucas Werder
(aus Doha)
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Seit März coacht Rigobert Song sein Heimatland Kamerun.

Seit März coacht Rigobert Song sein Heimatland Kamerun.

IMAGO/Shengolpixs
In der Gruppe G mit der Schweiz, Brasilien, Serbien und Kamerun sieht er keinen Favoriten.

In der Gruppe G mit der Schweiz, Brasilien, Serbien und Kamerun sieht er keinen Favoriten.

AFP
Der 46-Jährige will mit dem Nationalteam den nächsten Schritt machen.

Der 46-Jährige will mit dem Nationalteam den nächsten Schritt machen.

REUTERS

Darum gehts

Mit Eric Maxim Coupo-Moting (Bayern), André Onana (Inter) oder Frank Anguissa (Napoli) hat Kamerun gleich mehrere grosse Namen in seinem Kader. Der grösste von allen sitzt allerdings auf dem Trainerstuhl: Rigobert Song. Als Spieler bestritt der heute 46-Jährige 137 Länderspiele für die unbezähmbaren Löwen, nahm an vier Welt- und acht Afrikameisterschaften teil. Auf Club-Ebene kickte er unter anderem für Liverpool, Galatasaray und Metz.

Seit März coacht Song sein Heimatland. Sein portugiesischer Vorgänger Toni Conceicao musste trotz guter Resultate und Platz drei beim Afrika-Cup nach heftiger Kritik seinen Posten räumen. Kein Geringerer als Kameruns Staatspräsident Paul Biya höchstpersönlich setzte daraufhin Song als neuen Trainer ins Amt. Dieser machte im März in einem dramatischen Playoff-Duell gegen Algerien die Qualifikation für die WM klar.

Seit 20 Jahren ohne WM-Sieg 

Vor dem Auftaktspiel gegen die Schweiz (Donnerstag, elf Uhr) strotzte Song vor Selbstvertrauen. «Es gibt in dieser Gruppe keinen Favoriten», erklärte er an der Pressekonferenz vom Mittwoch. «Der Sieg von Saudiarabien gegen Argentinien hat gezeigt, dass an dieser WM alles möglich ist.»

Bei den vergangenen zwei WM-Teilnahmen (2010 und 2014) verabschiedete sich Kamerun jeweils nach der Gruppenphase ohne einen einzigen Punktgewinn. Den letzten Sieg gab es 2002 gegen Saudiarabien. «Wir wollen die Fehler der Vergangenheit vermeiden», stellte Song nun in Doha klar. Dabei sei es sehr hilfreich, dass er selbst auf einen solch grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen könne. Diesen will die Kamerun-Legende bei ihrer insgesamt fünften WM-Teilnahme weiter füllen.

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