Panikmache um Daniel Albrecht?: «Es gibt keinen Grund für Alarm»
Aktualisiert

Panikmache um Daniel Albrecht?«Es gibt keinen Grund für Alarm»

Berichte, wonach es Daniel Albrecht schlechter gehe, haben in den letzten Tagen für Unruhe gesorgt. 20 Minuten Online hat sich direkt bei der Uniklinik Innsbruck erkundigt.

von
Lars Gansäuer

Nach dem grauenhaften Sturz von Daniel Albrecht auf der Streif in Kitzbühel liegt der Walliser Skistar auch nach der fünften Nacht weiterhin im künstlichen Tiefschlaf. Bei der letzten Kontrolluntersuchung mussten die Ärzte im Universitätsspital in Innsbruck feststellen, dass sich ein Teil der Lunge entzündet hat.

Keine Verschlimmerung der Situation

Die behandelnden Ärzte reagierten jedoch umgehend und konnten anschliessend mitteilen: «Diese Art der Entzündung tritt bei knapp 80 Prozent solcher Verletzungen auf. Das Labor hat den verantwortlichen Keim bereits identifizieren können. Das versetzt die Ärzte in die Lage, ganz gezielt mit einem bestimmten Antibiotikum gegen die Entzündung vorzugehen.» Ausserdem hielt man in Innsbruck fest, dass die Blutungen nicht zugenommen haben. Mediensprecher Johannes Schwamberger: «Es gibt keinen Grund für Alarm. Unter den jetzigen Beatmungsbedingungen ist Daniel Albrecht weiterhin stabil»

Grundsätzlich bleibe rund um die Verletzungen von Daniel Albrecht festzuhalten, dass der Walliser nicht im Koma liegt. Koma sei ein krankhafter Zustand, mit allen Begleiterscheinungen, die das Koma verursacht haben. Daniel Albrecht liege in einem durch Medikamente absichtlich hervorgerufenen genau überwachten Tiefschlaf. «Das ist ein grosser Unterschied!», hält Schwamberger fest. Dieser Tiefschlaf sei vielmehr vergleichbar mit einem Erholungsschlaf, den viele Menschen von einer Grippe kennen. Natürlich hat Albrecht keine Grippe, aber beim Ski-Ass ist diese künstliche Tiefschlafphase mit Medikamenten herbeigeführt, permanent überwacht und dient daher auch der besseren Erholung von den Folgen des Sturzes.

Keine Vergleiche möglich

Wichtig bleibt rund um die Berichterstattung über Daniel Albrecht jedoch auch die Feststellung, dass es keine Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Sportlern gibt, die ebenfalls im Koma lagen. Wann kommt es vor, dass ein Sportler bei diesen Geschwindigkeiten verunfallt? Nicht im Auto oder auf dem Motorrad, sondern auf Ski wohlgemerkt? Einerseits liegt Albrecht nicht im Koma, zweitens ist wirklich jede Hirnverletzung anders und drittens verläuft ja der Heilungsprozess des Schädel-Hirn-Traumas absolut komplikationsfrei.

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