Obama zu C-Waffen: «Es gibt keinen wasserdichten Beweis»
Aktualisiert

Obama zu C-Waffen«Es gibt keinen wasserdichten Beweis»

Die Berichte über den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien haben die USA aufgeschreckt. Präsident Barack Obama will aber nicht überstürzt handeln.

von
aeg

Bei einem Chemiewaffen-Einsatz der Regierung von Präsident Baschar al-Assad würde sich die Lage in Syrien nach den Worten von Präsident Barack Obama für die USA völlig neu darstellen. Damit würden die Karten neu gemischt, sagte Obama am Freitag während eines Besuchs des jordanischen Königs Abdullah.

Obama betonte zugleich, dass die Geheimdienste bisher nur vorläufige Beweise für ein solches Vorgehen hätten. «Wir müssen überlegt handeln», sagte der Präsident. «Aber ich denke, wir alle erkennen an, dass wir nicht den systematischen Einsatz chemischer Waffen gegen die Zivilbevölkerung zulassen können.» Damit werde mit Blick auf internationales Recht eine neue Grenze überschritten.

Kinder in Homs

Nicht näher beschriebene Konsequenzen

Während in Syriens Nachbarland Türkei die Besorgnis über einen angeblichen Chemiewaffen-Einsatz wuchs, blieb die US-Regierung auch am Freitag zunächst vorsichtig. Es gebe «keinen wasserdichten Beweis», dass Syrien Chemiewaffen benutzt habe, erklärte das Präsidialamt.

UN-Beobachter auf Golanhöhen festgehalten

Obama hatte Syriens Präsident Assad mit nicht näher beschriebenen Konsequenzen gedroht, falls er die «rote Linie» überschreite und chemische Waffen einsetze. Assads Regierung weist die Vorwürfe zurück. (aeg/sda)

Deine Meinung