Stimmen zum Spiel: «Es gibt leider auch solche Spiele»

Aktualisiert

Stimmen zum Spiel«Es gibt leider auch solche Spiele»

Die Schweiz verliert das erste Spiel des Jahres zuhause gegen Argentinien 1:3. Trotz der Heimniederlage ziehen Nati-Coach Ottmar Hitzfeld und die Spieler ein positives Fazit.

von
res/heg

Granit Xhaka, Admir Mehmedi und Fabian Frei zum 1:3 gegen Argentinien. (Video: 20 Minuten Online)

Ottmar Hitzfeld zeigte sich nach den zwei späten Gegentoren und der damit verbundenen Heimniederlage nicht wirklich verärgert, der Coach der Schweizer Nati versprühte eher Optimismus: «Es ist ärgerlich, wir zeigten eine gute Leistung, leisteten uns aber ein paar individuelle Fehler.»

Vor allem Affolter, der am Ursprung der späten Tore stand, leistete sich die eine oder andere Unsicherheit zu viel. Doch der Trainer nahm seinen Schützling in Schutz: «Affolter spielte gut, man muss die Gesamtleistung sehen. Aber er machte einen guten Match.» Hitzfeld wäre nicht Hitzfeld, würde er nicht das Positive herausstreichen und nach vorne schauen: «Wir müssen uns weiterentwickeln, hatten gute Chancen gegen einen starken Gegner und haben ein Tor erzielt - ein Schritt in die richtige Richtung.»

«Wir stehen mit leeren Händen da»

Für Hitzfelds Schützlinge war die Niederlage auch nicht zwingend. «Wir haben bis zu den letzten zwei Toren eine sehr gute Leistung gezeigt. Schade, dass wir verloren haben. Aber es gibt leider auch solche Spiele. Nun müssen wir wieder nach vorne schauen», sagte Granit Xhaka. Auch Admir Mehmedi ärgerte sich über die späten zwei Gegentore. «Wir haben rund 80 Minuten gut gespielt und eine gute Leistung gezeigt. Dann machen wir Fehler, die knallhart bestraft werden.» Fabian Frei trauert sogar dem verdienten Lohn eines Unentschiedens gegen Argentinien nach. «85 Minuten war das Spiel auf Augenhöhe. Da haben wir den Job gemacht. Mit dem 1:3 stehen wir am Schluss aber mit leeren Händen da.»

Tor Nummer 3 von Messi gegen die Schweiz

Affolter stellt sich der Kritik

Für François Affolter lief der Abend nicht wunschgemäss. Der Neu-Bremer drückte sich aber nicht vor den Mikros: «Messi hat heute den Unterschied gemacht. Beim zweiten Tor habe ich zu viel riskiert, ich wollte nicht den weiten Ball spielen. Ich muss aus den Fehlern lernen, sie bringen mich weiter.»

Lionel Messis 2. Treffer gegen die Schweiz

Für Xherdan Shaqiri lief der Abend schon etwas besser, der Basler zeigte, wozu er auf diesem Niveau fähig ist und das nicht nur mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen Ausgleich. «Wir sind sehr enttäuscht. Wenn man das ganze Spiel anschaut, ist das 1:3 am Ende sicher ungerecht. Alle im Stadion haben gesehen, dass man von Messi viel lernen kann. Es ist einzigartig, was er geleistet hat. Die Freude am Fussball sieht man ihm an.»

Lionel Messi trifft zum 1:0 gegen die Schweiz

Und wie beschreibt Shaqiri sein persönliches Erfolgserlebnis in der 50. Minute? «Ich war ganz alleine, dann haute ich den Ball natürlich rein.» So einfach ist das.

(res/heg/si)

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