Katar: «Es gibt Menschenrechtsverletzungen» – Flick spricht sich gegen WM aus

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Katar«Es gibt Menschenrechtsverletzungen» – Flick spricht sich gegen WM aus

In zwei Monaten beginnt die WM in Katar. Der deutsche Bundestrainer findet deutliche Worte für den Austragungsort. Auch die Hauptsponsoren des Turniers sprechen sich für Entschädigungszahlungen aus.

von
Dominik Mani
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Der deutsche Bundestrainer spricht sich sehr deutlich gegen Katar als Gastgeberland aus.

Der deutsche Bundestrainer spricht sich sehr deutlich gegen Katar als Gastgeberland aus.

IMAGO/Schüler
Die Menschenrechtslage im Land sowie die Bedingungen beim Bau der WM-Stadien kritisiert der Deutsche.

Die Menschenrechtslage im Land sowie die Bedingungen beim Bau der WM-Stadien kritisiert der Deutsche.

IMAGO/Xinhua
McDonald’s und drei andere Hauptsponsoren unterstützen die Forderung, dass die Fifa Entschädigungen an die Bauarbeiter zahlen muss.

McDonald’s und drei andere Hauptsponsoren unterstützen die Forderung, dass die Fifa Entschädigungen an die Bauarbeiter zahlen muss.

IMAGO/Michael Gstettenbauer

Darum gehts

  • In zwei Monaten beginnt die Fussball-WM in Katar.

  • Der deutsche Nationaltrainer Hansi Flick spricht sich gegen den Austragungsort aus.

  • Die Sponsoren des Turniers sprechen sich öffentlich für Entschädigungszahlungen aus.

In zwei Monaten wird die WM in Katar angepfiffen. Die Austragung im Emirat wird seit längerer Zeit kritisiert. Üble Menschenrechtsverletzungen bei den Bauarbeiten der WM-Stadien sowie die fehlende Nachhaltigkeit werden am schärfsten bemängelt. Nun spricht sich Hansi Flick, deutscher Bundestrainer, öffentlich und sehr konkret gegen die Vergabe der Weltmeisterschaft nach Katar aus.

Die Frage nach der Richtigkeit des WM-Zuschlags für Katar «hätte schon viel früher beantwortet werden müssen – und zwar mit einem Nein», sagt Flick. So deutlich haben sich noch wenige Teilnehmer der WM positioniert. Erst noch im August hat er gesagt, dass er kein Fan der WM sein werde. Auch damals sprach er die Situation im Wüstenstaat an. «Die Situation, etwa für Homosexuelle, ist inakzeptabel, es gibt Menschenrechtsverletzungen, weil Minderheiten ausgegrenzt werden.»

Hauptsponsoren sind für Entschädigungen

Seit Jahren wird die Austragung im Emirat kritisiert, mehrere Menschenrechtsorganisationen fordern, dass die WM gar nicht erst stattfinden soll. Amnesty International hat nun die Ergebnisse einer internationalen Umfrage publiziert, die Fussballfans befragte, ob die Fifa und die katarische Regierung Entschädigungen zahlen sollen. Das Geld soll den betroffenen Arbeitern und deren Familie zukommen.

Es soll für die Todesfälle und Verletzungen sowie für fehlende Lohnzahlungen entschädigen. Über 70 Prozent der Befragten sprechen sich für solche Zahlungen aus. Aufgrund dieser Resultate forderte die Menschenrechtsorganisation 14 der Hauptsponsoren des Turniers auf, sie zu unterstützen. Und so die Fifa sowie die katarische Regierung zu Zahlungen zu bewegen. Vier Grossfirmen folgten diesem Aufruf und stehen hinter diesen Forderungen.

Coca-Cola, Adidas, McDonald’s und Anheuser Busch (Budweiser) haben ihre Unterstützung zugesichert. Zehn weitere Hauptsponsoren haben auf die Forderungen nicht geantwortet oder keinen Support angeboten. Die Firmen sind Visa, Hyundai-Kia, die Wanda Group, Qatar Energy und Qatar Airways, Hisense, Mengiu, Crypto und Byju’s. 

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