Lauberhorn-Sieger Feuz: «Es gibt nichts Schöneres, als hier zu siegen»

Aktualisiert

Lauberhorn-Sieger Feuz«Es gibt nichts Schöneres, als hier zu siegen»

Beat Feuz ist nach seinem Triumph am Lauberhorn überwältigt und kann sein Glück kaum fassen. Auch der deutlich geschlagene Didier Cuche freut sich für den Emmentaler Shooting-Star.

von
ivb

Feuz über seinen Lauberhorn-Triumph. (Video: 20 Minuten Online)

Beat Feuz tut sich nach seinem Sieg in der Lauberhorn-Abfahrt schwer, seine Gefühle in Worte zu fassen: «Es ist unglaublich, ich kann nicht beschreiben, wie ich mich fühle. Die Abfahrt am Lauberhorn ist die längste und strengste Strecke der Welt und mir gelingt eine solche Fahrt. Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas wie gestern erneut gelingt. Ich finde keine Worte. Aber es gibt nichts Schöneres, als vor Heimpublikum zu gewinnen.»

Weniger glücklich über ihren Lauf, sind Feuz' Teamkollegen. Carlo Janka, der das Podest als Vierter knapp verpasst hat, ist sehr selbstkritisch und frustriert: «In Wengen muss man nicht Vierter werden. Der vierte Platz ist nie schön und vor Heimpublikum noch weniger. Und mit meiner Fahrt bin ich auch nicht ganz zufrieden.»

Auch Didier Cuche ist nach seinem 15. Rang enttäuscht, freut sich aber für seinen siegreichen Kollegen: «Ich brauche wohl mehr als nur ein paar Minuten, um dieses Resultat zu verdauen. Aber ich freue mich für Beat. Er hat eine tolle Leistung gezeigt. Er befindet sich auf einer guten Welle. Darauf sollte er bleiben.»

Mit der Wut im Bauch nach Kitzbühel

Hannes Reichelt und Christof Innerhofer, die hinter Feuz die Ränge zwei und drei belegten, waren mit ihrem Topresultat mehr als zufrieden. Hannes Reichelt meint, dass er sich nicht beklagen könne. «Der zweite Platz ist mein bestes Abfahrts-Ergebnis. Ich hoffe, ich kann mich weiterhin steigern. Zudem ist es einfach traumhaft, an einem Klassiker auf dem Podest zu stehen.» Christof Innerhofer ist nach dem Rennen erleichtert: «Die letzten Monate waren nicht leicht für mich. Ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt, die Saison frühzeitig zu beenden. Nun bin ich aber froh, dass ich wieder auf die Erfolgsweg zurückgefunden habe.»

Nach der Lauberhorn-Abfahrt steht schon bald der nächste Klassiker auf dem Programm. Nächste Woche geht es in Kitzbühel weiter. Didier Cuche schaut zuversichtlich nach vorne: «Es war schon einmal so, dass es mir in Wengen nicht gut gelaufen ist und in Kitzbühel schon. Hoffentlich ist es auch dieses Jahr so. Ich glaube mit der Wut, die ich jetzt im Bauch habe, könnte es klappen.»

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