Es ging um die Wurst: Fleischhändler zieht ab
Aktualisiert

Es ging um die Wurst: Fleischhändler zieht ab

In die Schweiz eingeführte ausländische Wurstwaren gelten nicht mehr als europäische Güter, wenn sie nicht von einem anerkannten Importeur ins Land gebracht wurden.

Wegen diesem Grundsatz, machte am Donnerstag vergangener Woche ein französischer Händler an der Grenze rechtsumkehrt.

Der Wurstwarenhändler aus den Savoyer Alpen wollte seine Ware an einer Messe im jurassischen Pruntrut feilbieten. Vor Wochenfrist wollte er in Genf in die Schweiz einreisen.

Für die meisten Waren konnte der Händler die nötigen Papiere vorweisen. Nicht so für Wurstwaren aus seiner savoyischen Heimat. Für etwa 1,5 Tonnen Würste und Savoyer Schinken hätten dem Handler die nötigen Dokumente gefehlt, bestätigte Zollinspektor Michel Vonnez einen Bericht der Tageszeitung «Quotidien Jurassien» vom Donnerstag.

In Absprache mit dem Grenz-Tierarzt hätte der Händler dennoch in die Schweiz einreisen können. Wegen den Vorgaben aus Brüssel, hätte er jedoch die unverkauften Savoyer Waren nicht wieder nach Frankreich einführen dürfen. Er hätte sie vernichten müssen.

Da der Händler nicht damit rechnete, an der Messe in Pruntrut alle betroffenen Fleischwaren abzusetzen, zog er es vor, wieder heimzufahren.

Der Mann habe insgesamt neun Stunden an der französisch- schweizerischen Grenze verbracht: Zuerst drei beim Schweizer Zoll und dann sechs beim französischen Posten, erklärte der Zollinspektor weiter.

(sda)

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