Vietnam – «Es grenzt an ein Wunder, dass es überlebt hat»
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Vietnam«Es grenzt an ein Wunder, dass es überlebt hat»

Schuppentiere sind laut der Welttierschutzgesellschaft die am meisten illegal gehandelten Säugetiere der Welt. Tierschützer in Vietnam haben nun ein Exemplar gerettet.

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Das Foto zeigt die 13 Schrotkugeln, die Tierschützer im Körper eines Schuppentiers gefunden haben.

Das Foto zeigt die 13 Schrotkugeln, die Tierschützer im Körper eines Schuppentiers gefunden haben.

Facebook/Save Vietnam's Wildlife
Mittlerweile sind die Kugeln entfernt, und das Schuppentier hat die Operation gut überstanden.

Mittlerweile sind die Kugeln entfernt, und das Schuppentier hat die Operation gut überstanden.

Facebook/Save Vietnam's Wildlife
Länder wie China und Vietnam nutzen die Schuppen der Tiere in der traditionellen Medizin, und das Fleisch gilt als Delikatesse.

Länder wie China und Vietnam nutzen die Schuppen der Tiere in der traditionellen Medizin, und das Fleisch gilt als Delikatesse.

Facebook/Save Vietnam's Wildlife

Darum gehts

  • Tierschützer haben ein Schuppentier mit 13 Schrotkugeln im Körper aufgepäppelt.

  • Die Tierschützer mussten das Tier im Anschluss mehrere Wochen pflegen.

  • Länder wie China und Vietnam nutzen die Schuppen der Tiere in der traditionellen Medizin.

Tierschützer haben in Vietnam ein Schuppentier mit 13 kleinen Schrotkugeln im Körper gerettet. Mitglieder der örtlichen Partnerorganisation «Save Vietnam’s Wildlife» hätten das schwer verletzte Tier wieder aufgepäppelt, teilte die deutsche Welttierschutzgesellschaft mit, die von einer «wundersamen Rettungsaktion» sprach. Demnach hatte die vietnamesische Polizei das von Wilderern gefangene Tier bei Händlern beschlagnahmt und in der Provinz Dien Bien an der Grenze zu Laos in Obhut der Tierschützer gegeben.

Auf Facebook teilen die Tierschützer mit, dass sie auch noch ein zweites Schuppentier gerettet haben. Das Team ist 500 Kilometer weit gereist, um die Tiere in der Provinzh Điện Biên einzufangen. Sie seien schwach, dehydriert und ausgehungert gewesen, als sie im «Rescue Center» angekommen seien. Der Transport sei schwierig gewesen, und niemand habe die Tiere gefüttert.

Eines der Tiere habe Einstichwunden in der Haut, viele kleine Löcher in seinen Schuppen und Prellungen im Bauchbereich gehabt. «Wir trauten unseren Augen nicht, als wir nach dem Röntgen das Radiogramm sahen», schreiben die Tierschützer auf Facebook. «Wir haben zum ersten Mal, seit wir Rettungsaktionen durchführen, ein Schuppentier mit 13 Schrotkugeln im Körper gerettet», heisst es auf Facebook weiter. «Es grenzt an ein Wunder, dass es überlebt hat.»

Schuppentiere kommen in Teilen Asiens und Afrika vor. Dieses Exemplar lebt in Nigeria.

Schuppentiere kommen in Teilen Asiens und Afrika vor. Dieses Exemplar lebt in Nigeria.

LAB

Schrotkugeln operativ entfernt

Die Tierschützer hätten kleine Löcher in den Schuppen gesehen und mithilfe einer Röntgenaufnahme Schrotkugeln im Körper des Tieres entdeckt. Mittlerweile sind die Kugeln entfernt, und das Schuppentier hat die Operation gut überstanden. Die Tierschützer mussten das Tier im Anschluss drei Wochen lang pflegen. Sie sind nun der Meinung, dass man das Schuppentier wieder auswildern könne, wenn es keine bleibenden Schäden erleide. Aktuell ist das Schuppentier weiterhin bei den Tierpflegern unter Beobachtung.

Ein Schuppentier im Zoo von Singapur.

Ein Schuppentier im Zoo von Singapur.

AFP

Schuppentiere kommen in Teilen Asiens und Afrika vor. Nach Angaben der Welttierschutzgesellschaft gelten sie als die am meisten illegal gehandelten Säugetiere der Welt. Länder wie China und Vietnam nutzen die Schuppen der Tiere in der traditionellen Medizin, und das Fleisch gilt als Delikatesse.

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(DPA/mur)

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