U21-Fussballer Fabian Frei : «Es hat noch Luft nach oben»
Aktualisiert

U21-Fussballer Fabian Frei «Es hat noch Luft nach oben»

Nach dem Traumstart gegen Dänemark tritt die U21-Nati im zweiten Spiel der EM gegen Island an. Ein Team ohne grossen Namen, aber mit viel Potenzial, wie Mittelfeldspieler Frei weiss.

von
Eva Tedesco
Hobro

Nach einem freien Sonntagabend und einer Analyse der Auftaktpartie gegen Dänemark ist der Fokus seit Montag im Team von U21-Nati-Trainer Pierluigi Tami auf das zweite EM-Gruppenspiel gegen Island gerichtet. Am Startspiel gab es nicht viel zu mäkeln. «Wir sind defensiv sehr gut gestanden und sind durch Attacken auch zum Abschluss gekommen», fasst Fabian Frei die Leistung vom Samstag zusammen. Das 1:0 sei ein gutes Resultat, aber zu verbessern gäbe es immer etwas. Frei: «Es kann nicht sein, dass Shaqiri der einzige Offensivspieler ist, der zu Chancen kommt. Es hat noch Luft nach oben.»

Und die wird es gegen Island auch brauchen können. Zwar sind die Insulaner vom Nordatlantik zum ersten Mal in ihrer Geschichte für die EM qualifiziert und haben ihr Auftaktspiel gegen Weissrussland 0:2 verloren, aber in der Qualifikation haben sie mit dem Bezwingen der Deutschen, dem Europameister 2009, auch das andere Gesicht gezeigt. Eine weitere Warnung sei auch, dass das Team von Trainer Eyjolfur Sverrisson (ex VfB Stuttgart und ex Hertha Berlin) die Quali als treffsicherstes aller Teams (33 Tore) abgeschlossen hat.

U21-Nati auf Fehlersuche

«Wir haben im Videostudium die Stärken und Schwächen der Isländer angeschaut», so Frei, «die kennen wir nun und werden versuchen diese Schwächen auszunutzen; auch werden wir verhindern, dass sie ihre Stärken einsetzen können.» Es sei klar, dass der Gegner auf Fehler der Schweizer warte, um mit gefährlichen Kontern den Erfolg zu suchen. Das gelte es zu vermeiden. Zudem sei es für die Schweizer Stürmer durchaus möglich, durch die kompakte Abwehrreihe der Isländer zu kommen «Wie, verrate ich aber nicht, damit wollen wir sie überraschen», sagt Frei augenzwinkernd.

Der Sohn von U17-Europameistertrainer Markus Frei hat mit dem Vater noch eine Rechnung offen. «Er hat mir noch einen Titel voraus», lacht Fabian Frei. Auch deshalb sei die Motivation, den Titel mit nach Hause zu nehmen, gross, bevor er beim FC Basel auf nationale Titeljagd geht.

Nach zwei Leihjahren «und Lehrjahren» beim FC St. Gallen, kehrt der Mittelfeldspieler zu seinem Stammverein zurück. «Ich habe mit Trainer Thorsten Fink gesprochen und werde meine Chance bekommen. Aber im Fussball weiss man ja nie. Man liest jeden Tag über Angebote für Xherdan Shaqiri. Das sind Dinge, die ich nicht beeinflussen kann. Ich wollte einfach vor der EM Klarheit. Die habe ich und während der EM vergisst man das alles sowieso.»

Hype um Xherdan Shaqiri

Über den Hype um seinen Teamkollegen bei der U21 und demnächst auch beim FCB sagt Frei nur: «Solange er uns zum Sieg schiesst, kann er gern im Mittelpunkt stehen. Aber Shaqiri muss seine Leistung bestätigen, dass weiss er. Es macht aber Spass, ihn in der Mannschaft zu haben und es ist super, wie schnell er sich in der Mannschaft eingefügt hat.» Aber alleine könne auch ein Shaqiri nicht so gut sein. Dafür braucht auch er ein Team. Deshalb wünscht sich der Frauenfelder eine Steigerung im Schweizer Angriffsspiel. Mit sechs Punkten wäre die Schweiz fast durch in der Gruppenphase. Und Frei seinem Ziel einen Schritt näher. Der 18-fache U21-Internationale warnt aber davor, die Isländer zu unterschätzen. «Wir nehmen die Dinge step-by-step. Mit sechs Punkten stünden die Chancen aufs Weiterkommen sehr gut und mit dieser Einstellung müssen wir das Spiel am Dienstag anpacken.»

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