Zürich-Wiedikon: «Es herrscht ein totales Verkehrschaos»
Aktualisiert

Zürich-Wiedikon«Es herrscht ein totales Verkehrschaos»

Rund um die Uetlibergstrasse kommt es wegen einer Baustelle seit vergangener Woche täglich zu Staus. Anwohner sind verärgert – laut der Stadt wird sich die Situation aber beruhigen.

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ced
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Die Uetlibergstrasse ist bis Oktober eine Baustelle.

Die Uetlibergstrasse ist bis Oktober eine Baustelle.

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Diverse Werkleitungen müssen saniert werden.

Diverse Werkleitungen müssen saniert werden.

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Hier ist Rechtsabbiegen unmöglich.

Hier ist Rechtsabbiegen unmöglich.

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Die Werkleitungen unter der Uetlibergstrasse in Zürich-Wiedikon werden seit vergangener Woche komplett saniert. Die Folge: Bis Oktober ist die Strasse nur einseitig befahrbar. Wie ein Anwohner berichtet, sind deshalb auch die Neben- und Zubringerstrassen täglich verstopft, da diverse Autofahrer ins Quartier ausweichen: «Es herrscht ein totales Verkehrschaos.»

Besonders betroffen sei die Manessestrasse – während der Stosszeiten benötige man mit dem Auto nun doppelt so lange wie üblich. Auch beim öffentlichen Verkehr haperts. «Die Busse der Linie 72 sind dem Stau ausgeliefert und verkehren mit erheblicher Verspätung», sagt der Leser-Reporter. «Mir ist schleierhaft, weshalb man keine Lösung gefunden hat, wenigstens während der Rushhour beide Fahrbahnen der Uetlibergstrasse zu öffnen.»

Stadt arbeitet an einer Lösung

Laut Heiko Ciceri, Sprecher der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich, ist dies nicht möglich – die Baustelle blockiere eine Seite der Strasse. Auch eine wechselseitige Fahrberechtigung komme nicht infrage, hauptsächlich aus Sicherheitsgründen. Ciceri: «Wenn der Verkehr einmal von links und einmal von rechts kommt, ist das gefährlich, beispielsweise für Kinder, die über die Strasse wollen.»

Das Problem sei jedoch bekannt. «Die Stadt arbeitet seit Beginn der Bauarbeiten intensiv daran, den Verkehrsfluss zu beschleunigen», sagt Ciceri. Ausgelöst werde der Stau an der Kreuzung Sihlcity-Nord, am Ende der Manessestrasse. Dort soll eine bereits erfolgte Umprogrammierung der Lichtsignale für Besserung sorgen. Es sei aber weiterhin mit längeren Fahrzeiten zu rechnen. Ciceri: «In der Regel dauert es rund zwei Wochen, bis sich der Verkehr stabilisiert hat. Wir werden die Situation aber in den nächsten Wochen weiter im Auge behalten und allenfalls weitere Anpassungen vornehmen.»

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