Aktualisiert 31.12.2012 02:14

Bergbahnen

Es herrscht eitel Sonnenschein

Traumhafte Pisten haben dieses Jahr für unbeschwerte Skiferien gesorgt. Die Bergbahnen sind mit dem Saisonauftakt zufrieden.

von
Leo Hug
Falsche Wettervorhersagen haben viele Schneesportler von einem Besuch der Skiarena Hoch-Ybrig abgehalten.

Falsche Wettervorhersagen haben viele Schneesportler von einem Besuch der Skiarena Hoch-Ybrig abgehalten.

Der Saisonbeginn der Bergbahnen war ein Erfolg. Nach einem miserablen Vorjahr mit einem Besucherrückgang um 4,8 Prozent ist die Welt der Skilift- und Seilbahnbetreiber wieder in Ordnung.

«Wir können uns wirklich nicht beklagen», sagte Peter Reinle, Marketing-Leiter der Titlis-Bahnen, «der Dezember brachte uns 5 Prozent mehr Besucher». «Der frühe Saisonbeginn, ideale Pistenverhältnisse und das traumhafte letzte Dezemberwochenende sind eine gute Vorgabe», doppelt Frédéric Petignat von den Davos Klosters Bergbahnen nach. Prognosen will er aber noch nicht abgeben, dafür sei es zu früh.

Hoch-Ybrig sauer auf Meteorologen

Mutiger ist man diesbezüglich auf der Lenzerheide. «Wir werden das Vorjahr über die Festtage deutlich übertreffen», ist Thomas Hunziker überzeugt. Er ist CEO der dortigen Bergbahnen. Seinen Optimismus teilt auch Markus Hasler, CEO der Zermatt Bergbahnen. Wegen starkem Wind in höheren Lagen musste er zwar in den Tagen nach Weihnachten verschiedentlich Bahnen abstellen. Dafür hätten sich in den letzten Dezembertagen die Ersteintritte mehr als verdoppelt. «Auch im Januar werden wir deutlich mehr Gäste haben, weil vor einem Jahr schlechte Verhältnisse herrschten. Damit wird der Saisonbeginn klar über Vorjahr liegen und das ist schon die halbe Miete», freut sich Hasler.

Nicht ganz zufrieden ist man im Zürcher Naherholungsgebiet Hoch-Ybrig. «Wir liegen klar über dem Vorjahr – aber es hätte noch besser sein können», meinte der Geschäftsführer Wendelin Keller.

Keller ist sauer über die Meteorologen. Ihre Sturmankündigungen hätten viele Schneesportler abgeschreckt. «Doch wir hatten gar keine Stürme und mussten auch nie eine Anlage abschalten. Die falschen Vorhersagen haben uns in den Tagen nach Weihnachten rund 50'000 Franken pro Tag gekostet», klagt Keller.

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