Aktualisiert 29.04.2008 13:43

Es herrscht Krieg in Grossbritannien

Zuerst vertrieben die Grauen die Roten, doch nun sind auch die Tage ersterer gezählt. Denn bereits breiten sich die schwarzen, vor Testosteron strotzenden Eichhörnchen aus und machen ihren Artgenossen das Leben schwer.

Durch eine genetische Mutation hat sich das Fell der Eichhörnchen im Laufe der Zeit immer dunkler gefärbt, erklärte die englische Zeitung «Daily Mail» gemäss rp-online. Aber nicht nur äusserlich veränderten sich die Tiere: Mehr Testosteron fliesst durch den Kreislauf der schwarzen Eichhörnchen als durch den ihrer grauen Verwandten. Und das macht sie aggressiver, stärker und ausdauernder, als es die Eichhörnchen mit hellerem Fell sind.

Der Angriff der schwarzen Hörnchen

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erspähten Tierforscher im Südosten Grossbritanniens zum ersten Mal schwarze Eichhörnchen. Heute machen sie rund die Hälfte der gesamten Eichhörnchen-Population von ganz Grossbritannien aus, was den grössten demografischen Nager-Wandel seit 50 Jahren darstelle. Damals hatten die grauen Eichhörnchen ihre rot-braunen Verwandten verdrängt, die hierzulande noch zuhauf leben.

Jetzt scheint sich der Überlebenskampf der Eichhörnchen zu wiederholen - allerdings sind es nun die grauen Eichhörnchen, die Gefahr laufen, bald auf der Liste der gefährdeten Arten zu stehen.

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