«Es isch d'Ida»: Geklauter Song für den Wahlkampf
Aktualisiert

«Es isch d'Ida»: Geklauter Song für den Wahlkampf

Schon wieder ein Fall von Ideenklau: Die CVP-Nationalrätin Ida Glanzmann liegt im Clinch mit den Rapstars Die Fantastischen Vier.

Die CVP-Nationalrätin und Nationalratskandidatin Ida Glanzmann wirbt derzeit auf Plakaten und Inseraten für ihren Wahlkampfsong «Es ist d'Ida». Das vierminütige Stück ist eine Coverversion des 1992er-Hits «Die da» der deutschen Band Die Fantastischen Vier.

Beim Management in Hamburg ist man über die Aktion gar nicht begeistert. «Die Fantastischen Vier geben keine Songs frei für politische Zwecke», sagt Iris Kray von EMI Music Publishing. «Dieser Wahlsong muss zurückgezogen werden, denn das ist eindeutig unerlaubte Werksnutzung.»

Davon wollen Glanzmann und die Coverband vorerst nichts wissen. Bandmitglied Beat Birrer wiegelt ab: «Der Song ist ja nur auf dem

Internet zu hören.» Laut der Urhebergesellschaft Suisa sind die Richtlinien aber klar: «Ist der Urheber nicht einverstanden, könnte es eine Klage geben», so Suisa-Sprecher Martin Wüthrich.

Ideenklau scheint bei Luzerner Politikern in diesem Wahlkampf hoch im Kurs zu stehen: Erst letzte Woche geriet SVP-Nationalrat Felix Müri in den Clinch mit Nestlé – er hatte die Clooney-Nespresso-Kampagne abgekupfert (20 Minuten berichtete).

Markus Fehlmann

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