Marvin Spielmann: «Es ist ein anderes Gefühl, ein Derby zu gewinnen»
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Marvin Spielmann«Es ist ein anderes Gefühl, ein Derby zu gewinnen»

Thun ist der Angstgegner, der Leader YB in der laufenden Meisterschaft bisher alle Punkte abtrotzte. Am Sonntag ist wieder Derbyzeit.

von
E. Tedesco
Thun

Thun mauserte sich zum Angstgegner von YB. Das sagt Marvin Spielmann vor dem 3. Berner Derby der Saison. (Video: 20 Minuten)

YB marschiert souverän durch die Meisterschaft. Aber der Leader hat einen Angstgegner in dieser Saison – und der kommt ausgerechnet aus demselben Kanton. Thun ist der einzige Super-Ligist, der YB in bisher zwei Duellen alle Zähler abgeluchst hat. Die Thuner könnten sogar im Meisterrennen das Zünglein an der Waage spielen. Wenn sie YB zum Beispiel ein drittes Mal ein Schnippchen schlagen und der FCB seine Direktduelle gegen YB für sich entscheiden würde.

«Irgendwo ist uns das schon bewusst, aber Basel und YB sollen den Titelkampf unter sich ausmachen. Wir müssen schauen, dass wir unsere Punkte machen», sagt Marvin Spielmann, der den ersten Saisonsieg (4:0) im letzten August im Stade de Suisse mit einem Doppelpack eingeleitet hatte.

Mit breiter Brust

Obwohl selber kein Berner (Spielmann kam am 23. Februar 1996 in Olten zur Welt), spürt der Stürmer die Vorfreude auf diese Kantonsduelle. «Das Derby ist immer speziell, es ist ein anderes Gefühl, dieses Spiel zu gewinnen. Man ist anders motiviert.»

Vor allem aber ist die Brust breiter, wenn man nach zwei Siegen beim Leader zu Gast ist. «In der aktuellen Meisterschaft konnten wir sie zweimal schlagen, aber YB ist souverän Erster in der Tabelle, und spielt aus meiner Sicht den besten Fussball in der Super League.» Natürlich gäben die Siege Selbstvertrauen. «Das heisst aber nicht, dass wir ein drittes Mal gewinnen werden. Wir wissen, dass YB extrem viel Qualität in seinen Reihen hat», sagt Spielmann mit Respekt vor der Aufgabe vom Sonntag. Aber wie sagt man? Aller guten Dinge sind drei.

YB-Mittelfeldspieler Leonardo Bertone über Angstgegner Thun «Thun ist für alle Teams ein unbequemer Gegner. Wir haben in dieser Saison zwei von drei Niederlagen gegen sie kassiert, zuvor aber im Derby 14-mal in Folge nicht verloren. Es ist Zeit, dass wir die Bilanz wieder zu unseren Gunsten drehen. Ich pflege mit einigen Thunern einen freundschaftlichen Austausch. Mit Nuno da Silva, Francesco Ruberto und Moreno Costanzo treffe ich mich regelmässig zum Essen. Wir werden sehr konzentriert ans Werk gehen, weil wir hohe Ziele verfolgen. Wir wollen unbedingt den ersten Derbysieg in dieser Saison.» (ete)

YB-Mittelfeldspieler Leonardo Bertone über Angstgegner Thun «Thun ist für alle Teams ein unbequemer Gegner. Wir haben in dieser Saison zwei von drei Niederlagen gegen sie kassiert, zuvor aber im Derby 14-mal in Folge nicht verloren. Es ist Zeit, dass wir die Bilanz wieder zu unseren Gunsten drehen. Ich pflege mit einigen Thunern einen freundschaftlichen Austausch. Mit Nuno da Silva, Francesco Ruberto und Moreno Costanzo treffe ich mich regelmässig zum Essen. Wir werden sehr konzentriert ans Werk gehen, weil wir hohe Ziele verfolgen. Wir wollen unbedingt den ersten Derbysieg in dieser Saison.» (ete)

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