Stress im 20-Minuten-Radio-Interview: «Es ist ein guter Moment, den Leuten einen tieferen Einblick zu mir zu geben»

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Stress im 20-Minuten-Radio-Interview«Es ist ein guter Moment, den Leuten einen tieferen Einblick zu mir zu geben»

Rapper Stress hat sich mit 20-Minuten-Radio-Redaktorin Zoé über sein Buch und den Song mit Marius Bear unterhalten. 

von
Melanie Biedermann
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Stress ist seit knapp 20 Jahren in der Schweizer Musikszene präsent. Zuletzt tat er sich mit einem der vielversprechendsten hiesigen Talente zusammen: Marius Bear (29).

Stress ist seit knapp 20 Jahren in der Schweizer Musikszene präsent. Zuletzt tat er sich mit einem der vielversprechendsten hiesigen Talente zusammen: Marius Bear (29).

Yung Eye
Die Kollaboration folgt für den Rapper auf eine Zeit der Offenbarungen. Auf dem Album «Sincèrement» von 2019 thematisierte er erstmals in einer so öffentlichen Form das schwere, sehr persönliche Thema Depression.

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Sebastien Agnetti
Vergangenes Jahr erklärte er mit der Single «Bye», wie er in den dunklen Momenten wieder Mut fasste.

Vergangenes Jahr erklärte er mit der Single «Bye», wie er in den dunklen Momenten wieder Mut fasste.

Darum gehts

  • Rapper Stress (45) feiert im kommenden Jahr sein 20-jähriges Karriere-Jubiläum.

  • In den vergangenen Wochen erschien neben der Biografie «179 Seiten Stress» auch eine neue Single mit Marius Bear.

  • Im «Morning Show»-Interview mit 20-Minuten-Radio-Redaktorin Zoé erklärt er seine Beweggründe.

Stress, soeben ist ein Buch über dein Leben erschienen. Was hat dich dazu bewogen, eine Biografie zu veröffentlichen?

Zwei Dinge. Einerseits haben mich Freunde dazu bewogen und immer, wenn ich aus meinem Leben erzählt habe, gesagt, es würde Sinn ergeben. Andererseits feiere ich im kommenden Jahr 20 Jahre Karriere – und da bin ich der Meinung, es wäre ein guter Moment, um mir als Person eine tiefere Perspektive zu geben.

Wie meinst du das?

Für die Leute bin ich seit zwei Jahrzehnten als Stress präsent. Ich glaube, mit der Zeit verliert man die Vorstellung davon, wer die Person dahinter ist.

Hast du Beispiele?

Manchmal sagt man mir: «Hey, du bist ja Schweizer.» Aber eigentlich bin ich in Estland aufgewachsen. Ich dachte, vielleicht ist es ein guter Zeitpunkt, den Leuten einen tieferen Einblick zu meiner Person zu geben. Auch, weil ich angefangen habe, offener über mich und meine Gefühle zu sprechen. So auch über die psychischen Probleme, die ich hatte. 

Wie kam dein Song mit Marius Bear zustande, «Again»?

Spontan. Ich war vor ein paar Monaten an einer Party und hab Marius gesehen und gesagt: «Du weisst, dass wir irgendwann einen Song zusammen machen werden» – er hat einfach eine geile Stimme. Ein paar Monate später war ich mit meinem Produzenten im Studio, wir arbeiteten an einem Lied. Er meinte dann: «Weisst du, was grossartig wäre? Wenn Marius das singen würde.» Dann hab ich ihn einfach angerufen und zwei Tage später war er im Studio. Es passierte alles sehr schnell.

Ist es gut, wenn Dinge so schnell passieren?

Ja, ich glaube schon – natürlich nur, wenn etwas Sinn macht. Und das hat es für uns.

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