Bundesrat abgelichtet : Es ist ein Handyfoto!
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Bundesrat abgelichtet Es ist ein Handyfoto!

Im Bundesratsfoto 2019 rückt die Regierung näher zusammen. Auf Wunsch von Ueli Maurer knipsten es Lehrlinge mit dem Smartphone.

von
daw
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Das Bundesratsfoto 2019: Die Regierung rückt zusammen und strahlt um die Wette.

Das Bundesratsfoto 2019: Die Regierung rückt zusammen und strahlt um die Wette.

Und hier die Fotos der Vorjahre: 2018.

Und hier die Fotos der Vorjahre: 2018.

Stephane Schmutz
2017.

2017.

Der Bundesrat steht auf einer Bühne, Bundespräsident Ueli Maurer fotografiert mit einem Handy das Publikum: Das Bundesratsfoto 2019 heisst «Perspektivenwechsel» und wurde von sieben Mediamatik-Lehrlingen des Bundes konzipiert und aufgenommen. Indem der Bundespräsident Bürgerinnen und Bürger fotografiere, liege der Fokus des Bundesrates auf dem Volk, begründen die Lehrlinge ihre Idee.

Auf dem Foto wirken Bundesrat und Bundeskanzler glücklich wie selten zuvor: Alle lachen sie, die Sorgen um den Knatsch mit der EU scheinen weit weg. Auch rückt der Bundesrat näher zusammen: Während die Mitglieder im Vorjahr auf Distanz gingen, stehen sie jetzt fast schon kuschelig nah beieinander. Im Hintergrund weckt eine weisse Linie Reminiszenzen an die heile Kuh-Schweiz: Alphörner, Fondue, das Matterhorn und ein Schweizer Sackmesser.

Maurer machte die Vorgabe

Modisch bleiben sich die Departementsvorsteher treu: Der neue Wirtschaftsminister Guy Parmelin setzt mit seiner quietschgelben Krawatte seine eigenen Akzente, die neue Umweltministerin trägt einen Blazer in sozialistischem Rot, Verteidigungsministerin Viola Amherd trägt Himmelblau, Justizministerin Karin Keller-Sutter die bordeauxrote Bluse mit dem auffälligen Kragen, die sie schon bei der Nomination durch ihre Partei getragen hatte. Cassis und Maurer haben wie immer den Pin mit dem Schweizerkreuz am Revers montiert.

Maurer selbst hatte übrigens nur eine Vorgabe gemacht: Das Foto solle durch Lehrlinge mit einem Smartphone aufgenommen werden. «Ich bin stolz auf sie», wird der Bundespräsident in der Mitteilung der Bundeskanzlei zitiert. Zufrieden dürfte der Säckelmeister der Nation auch darum sein, weil er so das Fotografen-Honorar einsparte (im vergangenen Jahr 10'000 Franken). Von dem Foto werden 45'000 Stück gedruckt.

So entstand das Bundesratsfoto:

So entstand das Bundesratsfoto

Im Bundesratsfoto 2019 rückt die Regierung näher zusammen. Auf Wunsch von Ueli Maurer knipsten es Lehrlinge mit dem Smartphone.

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