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Roger Federer gibt Auskunft«Es wird knapp mit den Australian Open»

Roger Federer arbeitet derzeit an seinem Comeback. Doch der Weg zurück könnte sich für ihn schwierig gestalten. Darauf deutet auch ein aktuelles Interview von ihm hin.

von
Nils Hänggi

Das sagt Roger Federer zu seinem Zustand: «Ich habe gehofft, dass ich bis im Oktober wieder 100% fit bin, aber das werde ich sicher nicht sein.»

Darum gehts

  • Derzeit arbeitet Roger Federer an seinem Comeback.

  • In einem Interview erzählt er nun, wie es ihm geht.

  • Er sagt, dass er gerne noch mehr Zeit hätte.

Roger Federer ringt derzeit ums Comeback. Wie es ihm genau geht, ist nicht klar. Lange schwieg er nämlich. Er liess nach dem arthroskopischen Eingriff vom 19. Februar nur verlauten, das rechte Knie habe ihm «seit einiger Zeit» Probleme bereitet und er jetzt auf Besserung hoffe. Aber seither? Stille – zumindest weitestgehend.

So gab Federer seit längerer Zeit kein Interview mehr, das nicht PR-Zwecken diente – bei dem also nicht vorher abgemacht worden war, was gefragt werden durfte. Dadurch konnte der Tennisstar heikle Themen vermeiden. Und auch sein Coach Severin Lüthi äussert sich derzeit nicht. All das deutet daraufhin, dass es nicht zu 100 Prozent wunderbar aussieht.

«Es geht stetig voran»

Und für diese These spricht nun auch sein Auftritt bei den SRF-Sport-Awards. Bei diesen spricht der 39-Jährige Klartext – zumindest ein wenig. Angesprochen auf sein Comeback bei den Australian Open sagt er: «Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Natürlich würde es helfen, wenn ich ein bisschen mehr Zeit hätte. Aber es wird knapp.» Und: «Ich habe gehofft, dass ich bereits im Oktober bei 100 Prozent bin, das war ich leider nicht – und bin es auch heute noch nicht.» «Ich wünschte, ich wäre weiter, aber ich bin trotzdem zufrieden, wo ich stehe», berichtet der 20-malige Grand-Slam-Sieger.

Federer hat in diesem Jahr bei den Australian Open im Januar in Melbourne gespielt, wo er mit Adduktorenproblemen im Halbfinale ausgeschieden war. Danach trat er in Kapstadt nur noch zu einem Show-Match gegen den Spanier Rafael Nadal an und musste sich einer Arthroskopie im rechten Knie unterziehen. Im Juni folgte ein weiterer Eingriff. «Die zweite Knieoperation ist ein mega Dämpfer gewesen, in den letzten sechs Monaten ist es aber stetig vorwärts gegangen», sagte der Weltranglisten-Fünfte.

In diesen Tagen soll definitiv entschieden werden, ob das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne um drei Wochen verschoben und dann erst am 8. Februar beginnen wird. Dies würde Federer zumindest entgegenkommen. Der Schweizer will sich aber nicht unnötig unter Druck setzen: «Wir lassen uns Zeit, die nächsten zwei, drei Monate werden enorm wichtig für mich werden.»

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Roger Federer sagt: «Natürlich würde es helfen, wenn ich ein bisschen mehr Zeit hätte.»

Roger Federer sagt: «Natürlich würde es helfen, wenn ich ein bisschen mehr Zeit hätte.»

Foto: Screenshot/Twitter
(dpa)

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64 Kommentare
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Idee

14.12.2020, 07:13

Kann nicht gleich ein RF live Feed eingerichtet werden?

Leser

14.12.2020, 07:12

Letzte Woche täglich Berichte über ihn , zum Teil gleich zwei ( so wie heute ) , jetzt wird es aber schon langsam zu viel.

Zuviel isi zuviel

14.12.2020, 06:44

RF RF RF es gibt noch andere sehr gute Sportler und Sportlerinnen die auch sehr viel geleistet haben. RF ist ein Sesselkleber. Er ist einfach zuviel in den Medien und Werbung. s ist eine Sättigung da.