Homophobie-Skandal - «Es ist einfach eklig, wenn sich zwei Männer küssen»
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Homophobie-Skandal«Es ist einfach eklig, wenn sich zwei Männer küssen»

Bei der Sat.1 TV-Show «Promis unter Palmen» kam es schon am ersten Abend zum Skandal. Der Bordellbesitzer Prinz Marcus von Anhalt (53) beschimpfte Dragqueen Katy Bähm.

von
Angela Rosser
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Am Montag lief die erste Folge der zweiten Staffel von «Promis unter Palmen – Für Geld mach ich alles» auf Sat.1.

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Zwölf Prominente kämpfen in einer Luxus-Villa auf Thailand um 100’000 Euro.

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Zwei Teams treten in verschiedensten Disziplinen gegeneinander an.

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Darum gehts

  • Am 12. April wurde die erste Folge der zweiten Staffel von «Promis unter Palmen» ausgestrahlt.

  • Dragqueen Katy Bähm wurde von Prinz Marcus von Anhalt als «Schw*chtel» beschimpft.

  • Grund für die Provokation sei der Alkohol gewesen, sagt der Bordellbesitzer.

Die erste Folge von «Promis unter Palmen» wurde gestern auf Sat.1 ausgestrahlt und schockierte Teilnehmende und Zuschauende, wie es die erste Staffel wohl nicht geschafft hat. Am ersten Abend schon echauffierte sich Bordellbesitzer Prinz Marcus von Anhalt (53) über die Homosexualität der Dragqueen Katy Bähm. «Aber du bist doch eine Schw*chtel», griff der adoptierte Prinz die Dragqueen an. Schwulsein sei nicht normal und «du musst eine Frau f*cken und keinen Mann», wetterte von Anhalt weiter.

Katy Bähm war ob dieser Beleidigungen sprachlos. Vor der Interview-Kamera war die 28-Jährige den Tränen nahe. Während des Eklats setzte sich besonders Willi Herren (45) für Katy ein: «Das ist ein absolutes No-Go und muss angesprochen werden.» Auch der Rest des Cast schien fassungslos. DJ Giulia Siegel (46) versuchte, den aufgebrachten Prinzen zu beruhigen, der sich immer weiter in seine homophoben Hasstiraden steigerte: «Es ist einfach eklig, wenn sich zwei Männer küssen», so von Anhalt. Die jüngste Teilnehmerin, Emmy Russ (21), bekannt aus diversen Reality-TV-Shows, war so schockiert, dass sie sich nur noch die Hand vor den Mund hielt und die Augen aufriss.

«Hallo sagen und *rschloch denken»

Für Katy ist klar, dass sie am nächsten Tag das Gespräch mit Marcus suchen wird, am selbigen Abend hätte das, im Hinblick auf den Alkoholpegel des Prinzen, wenig Sinn gemacht. Am nächsten Morgen geht der 53-Jährige selber auf die Dragqueen zu: «Sorry für mein Benehmen gestern. Aber ich bin, wie ich bin, ich kann mich nicht ändern. Wenn ich betrunken bin, multipliziert sich das mit der Unendlichkeit», meint er. Trotzdem stehe er weiter hinter seinen Aussagen, für ihn sei Schwulsein nicht normal. Katy nimmt die Entschuldigung zwar an, meint aber im Einzelinterview: «Ich werde nie verstehen, wie man so sein kann, aber ich werde ihm morgens  ‹Hallosagen und mir dabei *rschlochdenken.» Doch das Hallo-Sagen fällt für Katy jetzt weg. Prinz Marcus wurde von den Teilnehmenden als Erster aus der Villa rausgewählt und seine Koffer musste er auch alleine packen.

Am Abend veröffentlichte Sat.1 ein Statement zu den gezeigten Szenen auf Twitter: «Wir möchten klarstellen, dass wir die homophoben Aussagen von Prinz Marcus von Anhalt nicht teilen. Für uns gilt: Alle Menschen sind gleich.»

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Lilli.ch, Informationen und Verzeichnis von Beratungsstellen

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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