Urs Fischer: «Es ist endlich Zeit für die Gruppenphase»

Aktualisiert

Urs Fischer«Es ist endlich Zeit für die Gruppenphase»

Dem FCB verstellt nur noch Maccabi Tel Aviv den Weg an die Honigtöpfe der Champions League. Für Urs Fischer und Michael Lang soll der Traum endlich wahrwerden.

Der FC Basel steht vor der letzten Hürde in die Champions League. Für Urs Fischer wäre die Gruppenphase eine Premiere. Der FCB-Trainer dazu im Video. (Video: 20 Minuten)

Diese Melodie. Dieses Stück mit Kultcharakter. Die Hymne der Champions League lässt die Herzen der Elite-Fussballer auf der ganzen Welt höherschlagen. Auch jene beim FCB und vor allem das von Michael Lang, der mit GC nie so weit kam, die Hymne des britischen Komponisten Tony Britten zu hören. Denn diese ertönt erst ab den Playoffs und signalisiert: Im besten Fall noch 180 Minuten und dann ist man Teilnehmer in der Königsklasse – oder eben nicht.

«In die Gruppenphase einzuziehen, wäre für mich ein grosser Tag», sagt Lang, der seine Premiere in der Champions League kaum erwarten kann. «Ich bin mit GC zweimal in der Qualifikation gescheitert, aber jetzt ist es, so hoffe ich, für mich an der Zeit, in der Gruppenphase dabei zu sein.» Wichtig sei, nicht an die Hymne zu denken und sich ablenken zu lassen, sondern im Hinspiel eine gute Ausgangslage zu schaffen. Wir haben noch zwei schwierige Spiele vor uns, aber ich bin überzeugt, dass wir das schaffen können.»

Premiere auch für Trainer Urs Fischer

Was wäre für Urs Fischer eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in Tel Aviv in einer Woche? «Sicher kein Gegengoal zu erhalten und selber so viele Treffer zu erzielen, wie möglich», so ganz trocken die Kurzversion des FCB-Trainers. Unabhängig vom Resultat will Fischer am Mittwoch bei Anpfiff um 20.45 Uhr von seiner Mannschaft sehen, dass sie «bereit ist». Fischer: «Ich will eine aktive Mannschaft, die versucht, das bestmögliche Resultat zu erzielen, so dass am Ende die guten Karten fürs Rückspiel auf unserer Seite sind.»

Als Trainer hat es Fischer mit dem FCZ (2011 gegen Bayern München) ebenfalls in die Playoffs geschafft, aber noch nicht in die Gruppenphase. Darum sagt Fischer: «Ich war noch nie in der Gruppenphase. Jetzt ist es an der Zeit, dass ich weiss, wie es ist, und dass ich sie kennenlerne.» Fischer warnt aber vor verfrühtem Träumen. «Wir müssen zweimal eine sehr gute Leistung abrufen. Dieses Duell gegen Maccabi ist nicht nach einem Spiel entschieden.»

Das erste Spiel um Millionen

Dennoch: Der FCB hat den israelischen Meister bereits zweimal (CL-Quali und Europa League) aus dem Weg geräumt und will Rotblau zum siebten Mal in der Klubgeschichte an der Gruppenphase teilnehmen, muss ein Gegner mit Kaliber der Israeli bezwungen werden. «Primär schauen wir auf uns», sagt Fischer zum Gegner befragt, «aber Maccabi ist ein eingespieltes Team, eine Mannschaft, die sich kennt, weil sie sich nicht stark verändert hat in den letzten Jahren, kompakt steht und ihre Stärke in der Vorwärtsbewegung hat.»

Aber ohne Wenn und Aber sagt Fischer: «Wir wollen in die Gruppenphase.» Motivation hat es auf und neben dem Platz mehr als genug. Und dabei denken Trainer und Spieler nicht an Prämien und die über 20 Millionen Franken, die der Einzug in die Gruppenphase in die rotblaue Kasse spülen würde. «Natürlich geht es um rechte Summen, aber als Spieler vergisst man das auf dem Platz. Da denkt man nicht an Millionen, sondern an den Kampf gegen einen Gegner und daran, dass man den für sich entscheiden will.

Das sieht Michael Lang genau so. «Mir wäre es sogar egal, wenn ich keinen Rappen bekommen würde, wenn ich am Ende nur in der Champions League spielen kann.» Wahrscheinlich denken nicht alle Spieler so, aber vielleicht hat Präsident Bernhard Heusler bei den Worten von Lang am der Pressekonferenz gerade nicht zugehört.

Wiedersehen mit Avi Rikan In den beiden Duellen gegen Maccabi Tel Aviv kommt es zum Wiedersehen mit Avi Rikan. Der Israeli spielte zwischen 2013 und 2015 beim FC Zürich und wechselte im Sommer zum israelischen Meister. Michael Lang: «Er ist ein frecher, aggressiver technisch guter Spieler. Wir hatten in den Derbys einige packende Duelle gegeneinander und natürlich will ich am Mittwoch gegen ihn gewinnen - auch wenn ich glaube, dass wir uns auf dem Platz nicht so oft begegnen werden aufgrund unserer Positionen.» (ete)

Wiedersehen mit Avi Rikan In den beiden Duellen gegen Maccabi Tel Aviv kommt es zum Wiedersehen mit Avi Rikan. Der Israeli spielte zwischen 2013 und 2015 beim FC Zürich und wechselte im Sommer zum israelischen Meister. Michael Lang: «Er ist ein frecher, aggressiver technisch guter Spieler. Wir hatten in den Derbys einige packende Duelle gegeneinander und natürlich will ich am Mittwoch gegen ihn gewinnen - auch wenn ich glaube, dass wir uns auf dem Platz nicht so oft begegnen werden aufgrund unserer Positionen.» (ete)

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