Simpsons Rücktritt: «Es ist hart, diesen Entscheid zu verkünden»
Aktualisiert

Simpsons Rücktritt«Es ist hart, diesen Entscheid zu verkünden»

Sean Simpson wird seinen im Mai auslaufenden Vertrag als Eishockey-Nationaltrainer nicht verlängern. Verband und Coach wurden sich in Details nicht einig.

Sean Simpson spricht über seinen baldigen Abschied als Nationaltrainer. (Quelle: 20 Minuten)

Die Ära Simpson, die 2010 begann, endet früher als erwartet. Nur neuneinhalb Monate nach dem grössten Erfolg in der Schweizer Eishockeygeschichte, dem Gewinn der WM-Silbermedaille in Stockholm, tritt der 53-Jährige von seinem Amt als Nationaltrainer zurück. Der Kanadier und Verbandspräsident Marc Furrer äusserten sich im Swissôtel in Zürich-Oerlikon vor den Medien zur Trennung.

«Es ist hart, hier zu sitzen und diesen Entscheid zu verkünden», sagte Simpson, dessen Mimik verriet, dass er lange mit sich gerungen hatte. Zu den genauen Gründen für die Trennung wollten beide keine Stellung beziehen. Furrer sagte nur: «Wir haben lange verhandelt, fanden uns am Ende aber nicht. Ich weiss, dass die Fans enttäuscht sein werden, wenn sie das Warum nicht kennen, aber wir haben uns darauf geeinigt, nicht näher auf die Gründe einzugehen.»

«Nach der WM dachte ich, ich würde verlängern»

Klar ist, dass es wegen Detailfragen zum Bruch kam. Die beiden Parteien hatten ihre Vorstellungen eines neuen Vertrags, fanden aber keinen Konsens. Dabei wäre Simpson bei einem entsprechenden Angebot durchaus gewillt gewesen, seine Arbeit weiterzuführen. «Nationaltrainer zu sein, ist ein Traumjob. Nach der WM in Stockholm dachte ich eigentlich, dass ich bald einen neuen Vertrag unterschreiben werde.»

Dazu kam es nicht. Stattdessen wird Simpson nach der WM im Mai, nach der sein Engagement endet, wieder zum Klubtrainer. Wo, wollte er noch nicht verraten. «Es wird zwischen sechs Wochen und drei Monaten dauern, bis ich darüber sprechen kann. Solange die Saison läuft, werde ich in dieser Sache aus Respekt gegenüber meinem künftigen Arbeitgeber schweigen.» Sehr wahrscheinlich ist, dass Assistent Colin Muller Simpson folgen wird.

Der Verband macht sich nun auf die Suche nach einem Nachfolger. Natürlich sagte Furrer auch zu diesem Thema nur wenig: «Wir werden sehr schnell mit möglichen Kandidaten Kontakt aufnehmen. Mehr will ich nicht verraten.»

Deine Meinung