Aktualisiert 15.02.2019 13:35

Snowboard verschenkt

«Es ist keine Familienfehde»

Die Besitzerin des fälschlicherweise verschenkten Snowboards hat sich gemeldet. Die Geschichte hinter dem Schild sei ganz einfach.

von
jk
Dieses Foto eines Schilds wurde auf Twitter gepostet. Das Snowboard sei aus Versehen verschenkt worden. (Bild: Screenshot/Twitter)

Dieses Foto eines Schilds wurde auf Twitter gepostet. Das Snowboard sei aus Versehen verschenkt worden. (Bild: Screenshot/Twitter)

«Ich war ganz schön erstaunt, das Plakat auf 20minuten.ch zu sehen», sagt die junge Frau. Es sei ihr Snowboard, das versehentlich verschenkt worden sei und das nun mit einem Aushang gesucht werde.

Die Geschichte dahinter sei banal. Sie wohne seit mehreren Jahren nicht mehr bei ihren Eltern, habe aber ihr Snowboard in deren Keller untergebracht gehabt. «Meine Mutter hat ausgemistet und die alten Snowboards von meinen Geschwistern gesehen, die seit Jahren dort stehen.» Die Mutter habe beschlossen, die Wintersportgeräte zu verschenken. Auch das Snowboard der jungen Frau, die anonym bleiben möchte, sei darunter gewesen. «Dabei war mein Board noch eher neu.»

Ein Missverständnis

Es handle sich also um ein Missverständnis. Die Mutter habe die Snowboards auf die Strasse gestellt und mit einem «zum Verschenken»-Zettel versehen – ohne zu wissen, dass ihre Tochter das Board noch behalten möchte. «Meine Mutter hat mir kurz darauf mitgeteilt, dass sie unsere alten Wintersportgeräte weggegeben hat. Da habe ich ihr gesagt, dass ich meines eigentlich noch hätte behalten wollen.»

Ihre Eltern hätten unverzüglich angeboten, ihr ein neues Snowboard zu kaufen, so die junge Frau. «Das wollte ich aber nicht, weil ich nicht sehr häufig auf die Piste gehe. Ein neues Board zu erwerben, würde sich nicht rentieren.»

Sie hätten deshalb beschlossen, ein Schild hinzustellen und so zu erreichen, dass das Snowboard wieder zu seiner ehemaligen Besitzerin zurückfindet. Bis jetzt habe sich aber noch niemand gemeldet.

«Hoffe noch immer, dass sich jemand meldet»

«Ich hoffe, dass sich noch jemand auf das Schild meldet. Vielleicht auch jemand, der sonst ein Snowboard abzugeben hat, das nicht meines ist», sagt die Tochter. «Jetzt müsste ich halt eines mieten.»

Wütend sei sie auf ihre Mutter aber keinesfalls. Die spekulierenden Twitter- und 20minuten.ch-User müsse sie deshalb enttäuschen: «Es war nur ein kleines Missverständnis und keine Familienfehde.»

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