St. Gallen: «Es ist keine militärische Aktion»
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St. Gallen«Es ist keine militärische Aktion»

Narren sorgten letzte Woche mit einem Christbaumkugel-Wettschiessen für eine Riesengaudi am Kreuzlinger Weihnachtsmarkt. Nun kommt die umstrittene Aktion nach St. Gallen.

von
qll
Im Garten der Militärkantine finden die Silvesterfeierlichkeiten statt. (Bild: ZVG)

Im Garten der Militärkantine finden die Silvesterfeierlichkeiten statt. (Bild: ZVG)

Fasnächtler veranstalteten vor rund einer Woche in Kreuzlingen ein Christbaumkugel-Wettschiessen. Viele Besucher fanden diesen Anlass lustig. Doch es gab auch kritische Stimmen, denen die Aktion wohl nicht ganz in die besinnliche Weihnachtszeit passte. «Wo bleibt die Ehrfurcht vor dem Christbaum?», fragt eine Leserbrief-Schreiberin in der «Thurgauer Zeitung». «Die Narren sollten sich schämen», findet eine Frau aus Kreuzlingen.

Nun kommt die umstrittene Aktion auch nach St. Gallen: Die Militärkantine bietet anlässlich ihres Silvester-Programms Christbaumkugel-Schiessen an. Der Kiosk wird an diesem Abend nicht nur ein Verpflegungsort, sondern ebenfalls eine Schiessbude sein. Und Möchtegern-Schützen können mit einem Luftgewehr ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.

«Der Kiosk erinnert uns einfach an eine Schiessbude»

«Es ist keine militärische Aktion», sagt Jacques Erlanger, Mitarbeiter der Militärkantine, lachend. «Der Kiosk erinnert uns einfach an eine Schiessbude.» Sie würden niemanden verärgern wollen. Ihnen sei wichtig, die Gegebenheiten der Militärkantine und des Parks so gut wie möglich miteinander zu verknüpfen. «Das Schiessen ist nur ein Nebenprogramm-Punkt», erklärt Erlanger. Das Silvester-Programm biete laut Veranstaltern viel mehr an, wie beispielsweise Langlaufen auf der Kreuzbleiche, in der Lastwagendisko das Tanzbein schwingen oder einfach nur zusammen essen und trinken und gemeinsam das Feuerwerk geniessen.

Ob das Christbaumkugel-Schiessen auch nächstes Jahr stattfindet, sei heute noch kein Thema: «Wir feiern die Feste, wie sie fallen», so Erlanger. «Heute ist heute und was im nächsten Jahr ist, steht in den Sternen.»

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