Nadal zum Wimbledon-Aus: «Es ist keine Tragödie, nur ein Spiel»

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Nadal zum Wimbledon-Aus«Es ist keine Tragödie, nur ein Spiel»

Rafael Nadal gibt sich nach seinem Zweitrunden-Aus gegen den tschechischen Nobody Lukas Rosol nur halb so enttäuscht. Das Siegen sei für die Weltnummer 2 nicht mehr alles.

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«Ich bin draussen. Das ist alles. Das ist keine Tragödie, sondern nur ein Tennisspiel. So ist das Leben und es gibt wichtigere Dinge.» Rafael Nadal präsentierte sich nach dem überraschenden Zweitrunden-Aus gegen die tschechische Nummer 100 der Weltrangliste, Lukas Rosol, gefasst: Lob für den Sieger, kein böses Wort, viel Freude über ein paar Tage zu Hause auf Mallorca und nur eine kleine Portion Frust.

Die Journalisten liessen sich damit aber nicht abspeisen. Schliesslich gleicht das Out des 11-fachen Grand-Slam-Siegers einer Sensation, die sich so schnell nicht wiederholen dürfte. Nadal gab den Fragenden ohne zu zögern einen Einblick in sein Gefühlsleben. Den grossen Frust kriegten sie aber auch jetzt nicht zu hören. «Ich bin nicht sehr enttäuscht, bin aber auch nicht sehr glücklich. Am Ende ist es nur ein Zweitrundenspiel und kein Halbfinal oder gar ein Final und ich war weit davon entfernt, das Turnier zu gewinnen.» Er sei an einem Punkt seiner Karriere angelangt, wo nicht nur der Sieg zähle.

Ab nach Mallorca

Daher ärgerte sich Nadal auch nicht darüber, dass ausgerechnet in dem Moment, als er endlich sein Spiel gefunden hatte und mit vier Games in Folge zum 2:2 in Sätzen ausgeglichen hatte, entschieden wurde, dass das Dach geschlossen wird. Die Partie wurde für 45 Minuten unterbrochen. «So ist es nun einmal und ich akzeptiere das», so die Nummer zwei der Setzliste über den unfreiwilligen Unterbruch. Als es auf dem Centre Court unter geschlossenem Dach und Flutlicht weiterging, hatte sich Rosol wieder gefangen. «Er kam zurück und spielte unglaublich. Im fünften Satz war nichts gegen ihn zu machen, da spielte er überragend.»

Nadal hat den Rasen-Klassiker in London 2008 und 2010 gewonnen. Und nach seinem kürzlichen Final-Sieg über Novak Djokovic am French Open wurde dem Spanier auch auf Rasen einiges zugetraut. Vielleicht reagiert der Mallorquiner auch dank seinem siebten Titel in Paris derart gelassen auf sein frühes Out. Das, was er unbedingt erreichen wollte, hat er bereits getan. «So ist der Sport. Man gewinnt, man verliert. Das Einzige, was ich nun tun kann, ist nach Hause zu fahren und mich auszuruhen.»

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