1. August in Sarnen : Es ist möglich, dass nicht abgebranntes Feuerwerk gefährlich werden könnte 

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1. August in Sarnen Es ist möglich, dass nicht abgebranntes Feuerwerk gefährlich werden könnte 

Am 1.-August-Bundesfeiertag gerieten auf dem Sarnersee, während das Feuerwerk gezündet wurde, beide Nauen in Brand. Dabei wurden Feuerwerkskörper auf dem ganzen See verteilt, die gefährlich werden könnten.    

von
Daniela Gigor
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Hier ist zu sehen, wie sich der Brand auf den Nauen ausbreitet. 

Hier ist zu sehen, wie sich der Brand auf den Nauen ausbreitet. 

20 Min/News-Scout
«In den ersten Minuten nach dem Beginn gab es eine Störung beim Feuerwerk, was Explosionen und einen Brand auf einer Naue ausgelöst hat», so die Kapo Obwalden. 

«In den ersten Minuten nach dem Beginn gab es eine Störung beim Feuerwerk, was Explosionen und einen Brand auf einer Naue ausgelöst hat», so die Kapo Obwalden. 

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Die Ursache ist noch unbekannt. Die Ermittlungen laufen. 

Die Ursache ist noch unbekannt. Die Ermittlungen laufen. 

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Darum gehts

  • Anstelle eines Feuerwerks gab es für die Teilnehmer der 1.-Augustfeier in Sarnen eine brennende Naue. 

  • Ein Schiffsführer wurde leicht verletzt. Ihm soll es inzwischen wieder gut gehen. 

  • Nun haben sich Feuerwerkskörper auf dem ganzen Sarnersee verteilt. 

  • Laut der Kapo Obwalden ist es nicht sicher, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. 

  • Wer solche Feuerwerkskörper feststellt, soll sie nicht berühren und sofort die 117 alarmieren. 

Die Gemeinde Sarnen lud die Bevölkerung am 1. August zur Bundesfeier ein. Geplant war, dass um 22 Uhr das Feuerwerk entzündet wird. Dafür wurden zwei Nauen aneinander gebunden. «In den ersten Minuten nach dem Beginn gab es eine Störung beim Feuerwerk, was Explosionen und einen Brand auf einer Naue ausgelöst hat», teilte die Kantonspolizei Obwalden am Dienstagnachmittag mit. Danach griff der Brand auch auf das zweite Ledischiff über.  

Noch im Verlauf der Nacht wurden die beiden Nauen nach Giswil gebracht und vertäut. «Durch den Brand und die Explosionen sowie insbesondere die Strömungen auf dem See wurden Feuerwerkskörper auf dem ganzen See verteilt», schreibt die Polizei weiter. Teilweise liegen nun nicht abgebrannte Feuerwerkskörper und Abschussrohre auf dem See und am Ufer. Diese weisen eine Grösse von mindestens zehn Zentimetern auf. Diese Feuerwerkskörper werden momentan durch die Kantonspolizei vom Sarnersee entfernt.

«Ich bin froh, dass es keine Verletzten gab.»

Inhaber und Geschäftsführer des betroffenen Feuerwerksproduzenten  

Weiter schreibt die Polizei: «Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass von den nicht abgebrannten Feuerwerkskörpern eine Gefahr ausgeht. Wer auf dem Sarnersee oder am Ufer runde, nicht abgebrannte Feuerwerkskörper oder Abschussrohre feststellt, soll diese nicht berühren, sondern umgehend die Kantonspolizei unter der Telefonnummer 117 verständigen.»

Wie Recherchen von 20 Minuten ergeben haben, war die Firma Bugano Feuerwerk betroffen. Geschäftsleiter Daniel Bussmann sagt: «Ich habe persönlichen Kontakt zu den Bootsführern und sie sind beide wieder wohlauf. Das ist für mich das Wichtigste.» Er bedauert den Vorfall und sagt: «Unser Feuerwerk wird jährlich zu Hunderten Anlässen gezündet und gilt als sicher. Zwischenfälle sind extrem selten.» Erleichtert ist Bussmann auch, dass trotz der unkontrollierten Explosion nichts Schlimmes passierte und das Publikum unversehrt geblieben ist. «Das liegt auch daran, dass wir den Mindestabstand grosszügig eingehalten haben.»

Sicherheitsdistanz wurde eingehalten 

Dies wird von der Kapo Obwalden bestätigt: «Die Güterschiffe waren rund 300 Meter vom Ufer entfernt. Daher bestand zum Zeitpunkt des Brandes und der Explosionen für die Zuschauer und die Bevölkerung keine Gefahr.» Die Polizei konnte noch keine weiteren Angaben zur Ursache des Vorfalls machen, weil die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind.

Im Einsatz standen die Stützpunktfeuerwehr Sarnen, der Rettungsdienst, die SLRG, das Forensische Institut Zürich, die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei Obwalden. Am 1. August bestand in den Zentralschweizer Kantonen kein Feuerwerksverbot.  

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