Ermittlungen auf Hochtouren: Es ist nicht erwiesen, dass sich Ali Aziz und Sohn im Irak befinden

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Ermittlungen auf HochtourenEs ist nicht erwiesen, dass sich Ali Aziz und Sohn im Irak befinden

Vom 36-jährigen Halmat Ali Aziz und seinem Sohn Any gibt es seit dem 27. Juni keine Spur über ihren Verbleib. Am Montag hat die Zuger Polizei eine Vermisstmeldung veröffentlicht. Obwohl die Beiden noch nicht gefunden wurden, gibt es Spuren und sie werden auch im Ausland gesucht.

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Seit dem 27. Juni wird der 4-Jährige Any gesucht.

Seit dem 27. Juni wird der 4-Jährige Any gesucht.

Zuger Polizei 
Von seinem Vater fehlt ebenfalls jede Spur.

Von seinem Vater fehlt ebenfalls jede Spur.

Zuger Polizei 
Die beiden wurden zuletzt in Steinhausen gesehen.

Die beiden wurden zuletzt in Steinhausen gesehen.

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Darum gehts

  • Auf die Vermisstenanzeige von Halmat Ali Aziz und seinem Sohn Any sind bei der Polizei verschiedene Hinweise eingegangen.
  • Über den Inhalt will sich die Zuger Polizei nicht äussern.
  • Eine Vermisstmeldung werde erst veröffentlicht, wenn alle Ermittlungsansätze schon erschöpft seien.
  • Es gebe keine Hinweise, dass es Vater und Sohn nicht gut gehen könnte.
  • Ali Aziz habe sich immer gut um seinen Sohn gekümmert.

Das letzte Mal wurde Halmat Ali Aziz (36) und sein Sohn in Steinhausen gesehen. Dies war am Samstag, 27. Juni um ungefähr 9.00 Uhr. Seither fehlt von ihnen jede Spur. Darum ging die Zuger Polizei am Montag mit einer Vermisstenanzeige an die Öffentlichkeit und bat um Hinweise über den Aufenthaltsort von Vater und Sohn. «Sie sind im Fahndungsregister in der Schweiz und im Schengenraum ausgeschrieben», sagt Frank Kleiner, Sprecher der Zuger Strafuntersuchungsbehörden auf Anfrage. In der Zwischenzeit seien verschiedene Hinweise bei der Polizei eingegangen. Über den Inhalt dieser Hinweise macht Kleiner keine Angaben.

Bevor die Vermisstmeldung veröffentlicht wurde, sei die Polizei sämtlichen möglichen Spuren nachgegangen. Kleiner: «Wir haben etwa auch in anderen Kantonen ermittelt. Auch wurde abgeklärt, ob die beiden Vermissten über einen Schweizer Flughafen ausgereist sind.» Auf die Frage, ob die Polizei auch mit den Behörden im Irak, dem Heimatland des Vaters in Kontakt stehe, sagt Kleiner: «Mit dem Stand des heutigen Tages ist nicht erwiesen, dass sie sich im Irak befinden.»

Für die Betroffenen hat eine öffentliche Fahndung einschneidende Folgen

Es werde jedoch in alle Richtungen ermittelt und sämtliche Hinweise würden minutiös abgeklärt. Dass die Zuger Polizei erst drei Wochen nach dem Verschwinden von Vater und Sohn eine Vermisstmeldung veröffentlicht habe, sei darauf zurückzuführen, dass eine derartige Suche erst dann erfolge, wenn schon sämtliche Ermittlungsansätze ausgeschöpft seien. «Dies ist der letzte Schritt, weil es für die Betroffenen ein Leben lang einschneidende Folgen haben könnte», sagt Kleiner weiter.

Für diesen Schritt an die Öffentlichkeit zu gehen, habe sich die Polizei entschieden, weil es damit möglich sei, dass sich dadurch neue Türen und Wege für die Ermittlungen öffnen könnten. Die gute Nachricht ist, dass es keine Hinweise gibt, dass es Vater und Sohn nicht gut gehen könnte. Kleiner: «Die Mutter hat uns gegenüber gesagt, dass sich der Vater immer gut um den Kleinen gekümmert habe.» Auch sei Ali Aziz seinem Jungen gegenüber nie gewalttätig geworden.

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